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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
Entstehung
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6 Historische Einleitung-.

In dem Contract waren die Pflichten, die Behrensdamit übernahm, ganz ins Einzelne gehend, verzeichnet.Danach musste er sich verpflichten zur Unterhaltung derGebäude, des neuen eisernen Gitterwerks, der Barrierenu. s. w.; die Alleen sollte er schneiden, das Heckenwerkbinden und scheeren, die Boskets von Unkraut reinigen,das Gehölz ausputzen, schneiden, aufbinden, kurzum injeder Weise für Ordnung und Pflege der Promenade ein-stehen. Die abgängigen Alleebäume (Maronen, Ulmen,Platanen und Linden) hatte er auf eigene Kosten zu er-setzen. In seinem Hause durfte er aber Wein, Bier,Milch und andere Erfrischungen feilhalten.

Die Promenade wuchs im Laufe einiger Jahre so gutheran, dass bereits 1774 der Plan, hier jeden SonntagNachmittag kleine Concerte zu veranstalten, entstehenkonnte. Siebenzig der angesehensten Bürger von Düssel-dorf erklärten sich durch ihre Unterschrift*) bereit zueinem einmaligen Beitrag von-1 Thaler. Im Ganzen habenin der Zeit vom 1", Mai bis 4. September 25 Concertestattgefunden; denstets durstigen Musikanten" siebenan der Zahl wurde jedesmal für 1 Thaler 40 StüberWein aus der Wirthschaft des Hofgärtners Behrens ge-liefert. Jeder Musikant erhielt ausserdem 30 Stüber( 1 J2 Thlr.); das Concert dauerte Nachmittags von 5 bis 8 Uhr.

Vielleicht steht es im Zusammenhang mit diesemUnternehmen, dass gerade im Mai 1774 bei dem Bild-hauer Professor Bäumgens vier Gruppen für die Pro-menade bestellt wurden. Für die ihm zugesicherten 450Thaler musste er auch die Reparatur der vier Löwen mitübernehmen, die zu Kurfürst Johann Wilhelms Zeitmodellirt worden waren, um in Metall gegossen und aufdie vier Ecken des Reiterstandbildes auf dem Markt ge-stellt zu werden, nun aber ihren Platz an den vier Eckendes Wasserbassins erhalten sollten**). Ausser diesen Kunst-werken befanden sich damals im Hofgarten noch zwei,uns ebenfalls nicht mehr erhaltene Büsten aus Alabaster:Hercules und Omphale, jede auf steinernem Piedestal ineinem besondern Carreau. Und einige Jahre später, imMai 1777, wurde Prof. Bäumgens beauftragt, zwölf Kinder-statuen, die Monate darstellend, zur Aufstellung um dasBassin in der Promenade, (für 100 Thaler), eine Statue derGöttin Hebe für ein Piedestal im Rasenplatz und zwölfmythologische Köpfe" auf Piedestalen mit Lorbeer-gehänge für die grosse Allee zu liefern.

*) Die Liste ist noch vorhanden.

**) Ausserdem wurden dort noch zwei Vasen aufgestellt.

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