Umwandlung des alten Hofgartens etc.
Als nächste Aufgabe ergab sich nun die völlige Um-wandlung des alten Hofgartens in ein zur Aufnahme derneuen Anpflanzungen geeignetes Terrain. Er bestandbisher aus Hecken und Sträuchern, Ackerland, Gartenund Wiesen; ausser Obstbäumen standen hier und danoch Linden und wilde Kastanien. Der Boden war welligund musste erst möglichst applanirt werden. Nachdemmit dem bisherigen Pächter des Hofgartens, Philipp Feder,abgerechnet worden war, wurden die Bäume abgehauen,die Hecken ausgerottet und das Holz zur Versteigerunggebracht. Freilich hatte man dabei wenig Glück ; dennzur Schande Düsseldorfs muss es gesagt werden: dieDieberei war damals so arg, dass kein Mensch das Holz■steigern wollte, aus Furcht, der grösste Theil möchtegestohlen werden, bis es möglich sein würde, die Sache.in Sicherheit zu bringen*). Namentlich die starken Linden-stämme fanden keine Liebhaber, so dass Brosy es schliess-lich für richtiger hielt, sie im Holzmagazin am alten-Jägerhof vorläufig aufzubewahren.
In der Zeit, von der wir hier reden, gab es einenneuen und einen alten Jägerhof in Pempelfort; erstererwar, wie oben erwähnt, erst in den letzten Jahren ent-standen. Der alte Jägerhof, von dessen Vorhandenseindem heutigen Geschlechte nichts mehr bewusst ist, dürfteauf dem Grund zwischen Jacobistrasse, Jacobigasse undDüsselbach gelegen haben; nördlich davon in der Richtungnach dem neuen Jägerhof, also an der heutigen Jacobi-strasse, lag das Bauholzmagazin, die Zuckersiederei unddas Besitzthum der Erben von Lesecque. Westlich davonbefand sich der herrschaftliche Hundezwinger (an demfreien Platz vor dem alten Jägerhof) und das dem BereiterHauman gehörige Haus mit Garten (gegenüber derZuckersiederei). Weiter zurück, der Düsse) entlang, lagender herrschaftliche Fasanengarten und die Wiesen derHofkammerräthe Beuth und Francken**).Plane gemäss den Hofgarten auf derdurch die in gerader Linie nach demWasserbehälter (dem „runden Weiher") geleitete Dusselabschliessen zu können, mussten von den vorhin genanntenWiesen einige Theile erworben werden. Die Compensa-tionen geschahen in der Weise, dass Francken durch einStück der Beuth'schen Wiese und Beuth durch einen Theil
Um nun Pigagessüdlichen Seiteunteren grossen
*) Bei den Versteigerungen am 25. und 27. November 1769wurden im Ganzen 204 Thaler erzielt.
**) Das Gebiet zwischen der Dussel an der Goltsteinstrasseund dem Flingersteinwog (Schadowstrasse) wurde früher grössten-theils zur Bleiche benutzt.