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1 (1840)
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Das Grundeigentum» der Ministerialen, das sie durch die Erblichkeit ihrer Benedeien sich erworben,und das der Leute des Königs , das diese durch Abkaufung der auf ihren Grundslücken haftenden Lastun-gen und Zinsen frei gemacht , bereitete eine grosse Veränderung vor , die in dem folgenden Zeiträumesieh nach und nach entwickelte.

Schon unter den' Karolingern hat bestimmt das Weben der Wollenzeuge die erste Stelle des hiesigenKunslfleisses eingenommen , durch die Zeiten sich vermehrt und verfeinert , besonders wurde hier eindickes und sehr wolliges Tuch gewebt , das man Kcrscy nannte. Jm 12ten Jahrhundert waren die Tuch-manufakturen hier und in Burlschcid zahlreich, so dass sie an letzterm Orte 130G eine Zunft errichteten. *)Bekanntlich waren die Tuchnlanufakluren im 12ten , 13ten und Uten Jahrhunderte in allen niederländi-schen Stadien , also auch in Aachen überaus blühend.

Seit dem Uten Jahrhunderte nannten auch die Könige, Stifter und der Adel ihre geschlossene Besitzun.gen Curtes, die aber in ihrem Umfange kleine Territorien bildeten, deren Hauptort Curtis principalisgenannt wurde. Mit dem 12ten Jahrhunderte verlieren sich Namen und Einrichtung der Curtes, die Terri-torien erweitern sich und erhielten nun die Benennungen von Grafschaften und Burgen. Die Güter wurdenHöfe oder Aemter (Curiae) genannt.J)er geschlossene Besitzthum (Curtis oder Villa) wurde seit dem Uten Jahrhunderte auch Curia genannt.

Unter diesen standen die Mansen (MansQ der zu dem Hauptgut Hörigen. Das Haus mit den übrigenGebäuden und der eingeschlossene Raum machten die Curie oder den Hof aus. 2 )

Der Wohnsitz eines Freien wurde Haus genannt, die Wohnungen der weniger Besitzenden oder Lilonen (Laten)und Hörigen aber Häuschen, Hütte. Jn den Urkunden werden immer domus und casa unterschieden.

In der Regel besass ein Höriger nur einen Mansus. Daher mansi cum casis. Der Ilauptbesitzer hattemehre Mansen. Die Mansionarien und Litoncn bildeten die Familie und gehörten zur Curie.

Mansus wurde anch für den geschlossenen Besitzlhum in der Villa genommen, meistern aber für denangewiesenen Acker ausser der Villa , dessen Maass sehr verschieden war.

Die Benennungen Curia und Hof waren allgemein. Noch jetzt nennt man die Wohnung des Fürstenden Hof. 3 ) Eben so bildete sich im Mittelalter , besonders in den Städten für jeden geschlossenen Raumder Ausdruck Curia f_area) gleichbedeutend mit Hof.

Am 30. August 1125 wurde auf dem Felde zwischen Mainz, Hochheim und Erbenheim , Lothar, Herzo«-von Sachsen, zum König gewählt, und den 12 September durch den Erzbischof Friedrich von Köln in

'} Geschichte der Frankenburg pag, 133, Urkunde 7 und 8.

2 ) Daher heisst es in Urkunden : Curia domus et aedificia , fundus eiarca, oder curia et area, oder

domus el uiea. Du Change Glossar, ist über Mansus weitläufig zu. lesen.*) Auch der Bauer nannte die Wohnung des Edelmannes auszeichnungsweise den Hof , und sein

eigenes Besitzthum seinen Hof,