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1 (1840)
Entstehung
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Auch in diesem Zeiträume fehlen noch die urkundlichen Beweise für die Geschichte Aachens. Die Ein-wohner- und Häuser-Anzahl hatte so zugenommen , dass man nach dem heutigen Begriff einer Stadt,Aachen damals diese Benennung füglich hätte beilegen können, obgleich Thorc , Mauern und Gräben dem-selben noch fehlten , die sonsten zu einer Stadt unbedingt erforderlich waren. Es lässt sich bestimmt an-nehmen , dass die nachherige Mittel- oder alte Stadt grüsstentheils mit Hausern schon bebaut war. Auchmuss schon eine königliche Zollstätte hier gewesen sein , obschon die erste urkundliche Erwähnung der-selben vom Jahre 1138 ist. J )

Das Band der Dienst mann Schaft war bei allen Classen der Menschen dieser Zeit so allgemein eingerissen ,dass dadurch die Freien vereinzelt dastanden , und mehre , die weniger vermögend und also unselbstslän-diger waren, veranlasst wurden, eine nähere Schutzverbindung zu suchen. Daher begaben sich dieselbenvom Lande in die königlichen Städte und Flecken , um unter dem Köuigsschutz sich allda anzusiedeln. 2 J

Man nannte sie Leute des Königs (homines reg j g ) 4 Sie wurden Zinspfüchtig und genossen das Hofrecht.Dadurch waren sie dinglich unfrei , und in ihrer persönlichen Freiheit beschränkt geworden. Allein ihrefreie Geburt verschaffte ihnen besondere Auszeichnungen und Ehrenvorzüge vor den Handwerkern, die nochganz hörig waren.

Die gemeldeten frei gebornen Königsleute machten nun eine mittlere Classe zwischen den Pfalzministe-rialen und hörigen Handwerkern aus. Sie gaben sich vorzüglich mit dem Handel und dem Geldwechselnab , einige bearbeiteten die edlen Metalle , wurden Künstler und trieben andere nicht gemeine Handarbeiten.Andere Hessen die Feldmark durch Knechte anbauen , und Gärten und Weinbau anlegen. Diese Beschäfti-gungen machten nicht nur ihren täglichen Erwerb aus, sondern sie gelangten auch oft dadurch zum Wohl-stände. Aus ihnen als den ältesten Bürgern wurden in der Folge die Schöffenslühle besetzt.

Als ihr nutzbares Grundeigentum , ihr wirkliches Eigenthum geworden , wurden sie die Grundeigen-tümer, welche die Gemeinde bildeten, zu der auch die in der Umgegend ansässigen Ministerialen gehörten.Die Vorsteher der Gemeinde wurden nur aus der Classe der freien Leule des Königs gewählt ; denn diePflichten der Pfalzminislerialen konnten sich nicht mit der Verwaltung der Gemeinde vertragen.

Hier wird auch die Ilauplursache zu suchen sein, warum die Gemeinde den Zünften später entgegen-gesetzt worden ist und dass man unter dem Worte Bürger (Burgenscs) nur die Acltesten und Angesehen-sten verstand.

Am Ende dieses Zeitraums wurde Aachen wie die Künigsslädle von drei verschiedenen Classen vonMenschen bewohnt, von den Pfalz- oder Domaiucn-Minislerialcn , von den frei gebornen , aber dem Ilof-reeht als dinglich unfrei unterworfenen Leuten des Königs, welche schon eine Gemeinde bildeten, oderdoch darnach strebten , und d:n Handwerkern , die noch als hörig unter dem Vogt standen.

J .) S. Geschichte der Abtei Burtschcid pag. 214. Vrk. 14

2 ) Siehe vor Allen Kindlhiger Slümtersche Beiträge 1r Bd, Seile 130. Nota e.