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erklärte, was zur Immunität eines Klosters gehörte , nämlich nicht nur Kloster, Kirch- und Kirchhof,sondern auch Alles , was mit Gräben und Hecken, oder auf irgend eine andere Weise umschlossen* ist ,nicht aber offne Wälder und Felder, so dass wer in diesen frevelte , nach den Gesetzen des Ortes zubeurtheilcn sei , und nicht gebrochener Immunität we;;cn.
Im Späljahr kam Ludwig nach Aachen zurück , und blieb dort bis Juli 823- In diesem Jahre wurdewieder im Pallaste Aachen ein Erdbeben gespürt. In mehreren Gegenden des Reichs wurden die Feldfriichlevom Hagel zerschlagen , Menschen und Thiere vom Blitz getödlct und Häuser angezündet, hierauf folgtedie Pest, an welcher viele starben. Der folgende Winter war lang und ausserordentlich kalt , viele Men-schen und Thiere erfroren. ')
Am 13- Juni 823 wurde dem Kaiser zu Frankfurt ein Sohn geboren, welcher als Karl der Kahlebekannt ist.
824 feierte Ludwig Weihnachten in Aachen und blieb allda bis anfangs Juni 825, wo er im Mai eineRcichsversammlung hielt , eine Gesandschafl der Bulgaren empfing , fast alle Grossen aus der Bretagne ge-genwärtig waren , und sich dem Kaiser unterwarfen. Im November war Ludwig wieder in Aachen , undseit dem 1. December stelle er gemeinschaftlich mit seinem Sohne Lothar die Urkunden aus.
Im Jahre 826 verfertigte Gregor , ein Priester von Venedig in der Hofkapelle Aachen auf Ludwigs Be-fehl eine Orgel nach griechischer Art *). Der Kaiser verweilte den Winter und Frühling in Aachen,
Von Januar bis Mai 827 bewohnte Ludwig den Pallasl Aachen , wohin er im December wieder zurück-kehrte. Im October dieses Jahres kam Einhart mit den Körpern der hh, Märtyrer, Peter und Marccllin inseiner Wohnung in Aachen an , welche der Hofkapelle nach Westen gelegen war und in der eine Ilaus-kapelle sich befand.
Ililduin , Erzkälan des Kaisers halle ebenfalls in seiner Wohnung eine Hauskapelle, wie auch nochandere Grossen am Hofe.
Die Häuser des Fleckens Aachen bildeten in diesen Zeilen noch keine Strassen, jeder baute sich einWohnhaus an einen ihm beliebigen Platze. Die meisten Häuser scheinen nur aus dem Erdgeschosse bestandenzu haben, und dabei noch von einem kleinen Umfange gewesen zu sein, Man würde sie heul zu Tage eherHütten als Häuser nennen.
Die westlichen und südlichen Bäume um den Pallast werden wohl mit Häusern zuerst bebaut wordensein. Dem Pallaste westlich , in der jetzigen Jakobslrassc , wo diese ,, auf der Pau" genannt wird , und derBendelslrassc waren die meisten Wohnhäuser der Vornehmen. Die Juden-und Trichtergasse, Schcrp- , Gents-und Burtscheider-Slrasse oder klein Marschierstrasse u. s, w. weiden zu diesen Zeiten zum Theil ebenfallsmit Häusern versehen gewesen sein.
>) Eiuliardi annal. bei Paris. I- c. p. 211.-) Jiinhardi annal l. c. p, 215