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1 (1840)
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unseres Ortes. Erst seil u«r Mitte des 8ten Jahrhunderts wird dieselbe in den Urkunden Aquis grani,bei Schriftstellern aber Aquis genannt. Das Aquis ist demselben offenbar der Thermalquellen wegen beige-legt worden uud grani von dem Beinamen des Apoll granus , den die Römer bei solchen Gewässern

verehrten.

Es lässt sich eher annehmen , dass der östliche sogenannte Granusthurm des jetzigen Rathhauses auf dieGrundlage eines römischen Apolltempels ruhet, als dass ein Römer Namens Granus denselben habe erbauenlassen. Dieser Thurm geht tief in die Erde. Sein unterirdischer Raum ist aber sehr verschüttet und dieTreppe unbrauchbar geworden. Es ist schon oftmals von mehren der Wunsch ausgedrückt worden , dassder Thurm von seinem Schutte befreiet und die Treppe , wo möglich wieder hergestellt werden möge, da-mit sein unterirdisches Mauerwerck von Sachkennern genau untersucht werden könne , ob dasselbe römischeroder fränkischer Construclion scie. In unsern Zeiten, in welchen man so viel für Kunst und Wissenschaft

unternimmt , lässt sich dieses erwarten.

Die deutsche Benennung unserer Stadt, nämlich Aachen, derivirt sieh von der, wie die hiesigen Ein-wohner noch in der Mitte des zehnten Jahrhunderts in ihrer fränkischen Sprache den Ort nannten, näm-lich : Ahha , das ebenfalls Wasser bedeutet.

Im ehemaligen Lande der Eburonen, v/o nachher die Sunicker und Tongerer sich mit den Uberen be-grenzten, die Diocesen Köln und Lüttich sich trennten, und in deren Umgegend das Atuatuca der Eburo-nen zu suchen ist , dessen eigentliche Lage zu ermitteln wohl eine vergebliche Bemühung bleiben wird ,fanden die Römer unsere Thermalquellen , und licssen sich bei denselben häuslich nieder. Münzen, In-schriften , Ueberbleibsel der Bäder und eine Wasserleitung beweisen ihren hiesigen Aufenthalt. *)

Bei der Untersuchung des Bodens in der Eselsgasse im Herbste des Jahres 1822 , um die beabsichtigteWasserleitung zu dem neuen Thormal-Trinkbrunncu auf dem Friedrich-Wilhelms-Platze anzulegen, fand manin einer Tiefe von 78 Fuss einen in drei Stücke zerbrochenen gemeisselten Sandstein mit der verstüm-melten Inschrift:

FORT-----------------------

TV _____Lt. E. LOCI. CA.

VDDNIVS. GAIVS.LinIVIR. AV. V.

») Siehe codex diplomat. aquen, N. 15. pag. 11.

2 ) Die Aechtheii beinahe aller in Fr. Meyers Aachenschen Geschichten gegebenen römischen Inschriftenwird von Kennern bezweifelt. Der Verfasser hatte dieselben nur in Abbildungen mit der Fcrsiche-runq erhallen , die Originalien wären einst in und bei Aachen ausgegraben worden. Soicohl dieMittheiler als der Nachcrzähler tverden wohl mit denselben hintergangen worden sein.

Das im verflossenen Jahrhunderte an der Münsterkirche ausgegrabene Bad , wird eher einchristliches Taufbad , als ein römisches gewesen sein. S, die gediegene Abhandlung: das Grab-mal Karl d. G, von Um. Professor Bock. Aachen 1837-