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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
Entstehung
Seite
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243diese Bahn getreten! Wie viele wandern ihren ver-führerischen Vergnügungshelden unbesonnen nachauch ohne es sich bewust zu seyn, von welchemGrundsatze sie dabey ausgeben! Eine mächtige Flutvon Menschen dieser Art strömt vor und um unsher! und wer weiß, wie mancher auch von unsschon hingerissen ist! Es läßt sich mit wenigen Wort-ten beschreiben, wie es in der Seele solcher sinnli-chen Menschen hergeht und wie ihnen die Stundendes Tages verkommen. Urtheilt selbst, ob die Be-schreibung zutrift. Der Vergnügungsfüchtige erwacht,nicht mit Gedanken an seine Berufsarbeit. Dieseübernimmt er, wenn er zu arbeiten gezwungen ist,nur mit Widerwillen und erwartet mit Ungeduldden Augenblick, wo er seiner Arbeit aus dem Wegeweichen kann. Das Vergnügen, das Fröhlichwer-den, das ist es, was er bedenkt, besorgt, vomfrühen Morgen an bis er am Abend wieder sich zurRuhe legt. Er wird seines Hauses und seiner Haus-genossen bald überdrüßig; dann flattert er, gleichSchmetterlingen, auf den Blumen rings umher, woer nur irgend eine Freude für sich duften vernimmt,Keiner ist ihm willkemmner, als wer ihm Freudebringt, keiner lästiger, als wer ihm Arbeit auflegt.Er sucht Gesellschaft auf, doch keine andre, als woer sich zu vergnügen hofft; wo sonst in einem an-dern Kreise irgend etwas Gutes zu Stande gebracht