#193be? *) Und ist es nicht ein Zeichen der Zeit, daßaus allen Gegenden die nemlichen Klagen über dasgesunkene Ansehen des öffentlichen Gottesdienstes er-tönen? muß es nicht die Besorgnisse der Kirchenfreundevermehren, wenn sie sogar hören, daß ungeachtetvieler sowohl von Seiten der Obrigkeiten als der Kir-chendiener angewandten Bemühungen, den Gottes-dienst zu verbessern, demungeachtet noch nirgends seinvormaliges Ansehen auf eine längere Zeit hat wieder-hergestellt werden können? Ach Freunde, woran liegt,doch die Schuld? Was ist es doch, was die Theil-nahme an dem Gottesdienste noch immer verhindert?Woran fehlt es ihm doch, um die Gemüther derMenschen für sich einzunehmen? Ist er etwa nochnicht genug verbessert worden? Ist die Einrichtungdesselben etwa noch nicht zweckmäßig, edel und schöngenug? Stimmen etwa diese und jene kirchlichenGebräuche mit dem Geſchmack der heutigen Weltnicht genug überein? Findet man etwa die religiösenGesänge, die in unsern Versammlungen ertönen,gegen die Gesänge, die man im gesellschaftlichen Le-ben gewohnt ist, zu arm an Gedanken, oder zu unsIn den Jahren 1766 bis 1772 communicirten in unsrer Gemein-de jährlich über 2000 Personen; im Jahre 1767 sogar 1926; imJahre 1763 nur 877 und im Jahre 1759 nur 855; im Jahre 1772und 1775 einige über 900; in den Jahren 1774 bis 1776 einigeüber 800; in dem Jahre 2775 wieder einige über 2000; in denJahren 1777 bis 1785 einige über 700; in den Jahren 1786 bis2788 einige über 600; in den Jahren 1790 bis 1798 700 bis auf671 herab; und von 2799 bis jetzt zwischen 400 und 600.II. 1.N
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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