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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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186
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13690den Herrn verlästern und von ihm weichen! das ganzeHaupt ist krank, das ganze Herz ist matt, vom Fußebis zum Scheitel ist nichts gesundes mehr an ihnen.Fast sind wir schon, wie Sodom und Gemorrha.So schilt Jesaias sein Volk, Cap. 1.Du hastvergessen Gottes deines Heils und nicht gedacht anden Fels deiner Stärke, sagt er Cap. 17, 10.Ach, mit wem soll ich doch reden? sie wollen esnicht hören, sie halten Gottes Wort für Spott undwollen seiner nicht. Gott, die lebendige Quelle, ver-lassen sie und machen sich hie und da Brunnen, dielöchericht sind und kein Wasser geben. So klagtJeremias. Und welche bittere Klagen führt Micha(Cap. 7.):ach es geht mir, wie einem, der imWeinberge nachlieset und keine Trauben findet. DieFrommen sind weg, die Gerechten sind nicht mehrda; der beste unter ihnen ist, wie ein Dorn, derredlichste wie eine Hecke. Auf diese und ähnlicheArt klagten und fürchteten die Propheten alle: aberward nicht trotz des Verderbens der Zeit die Wahr-heit gerettet, der Glaube geschützt? erwuchsen nichtdie Keime der prophetischen Weisheit zu einem mäch-tigen Baume der Erkenntniß des Guten und Bösen?glimmten nicht die Funken ihres Lichts allmählig zudem großen wahrhaftigen göttlichen Lichte auf, wel-ches bald nachher in Jesu so viele tausend Geister er-leuchtet, erwärmt und erquickt hat? Eben so