•185in der Welt gewesen sey, als grade zu ihrer Zeit.Und so ist man auch schon mehrmals der Re-ligion wegen bange gewesen, ohne daßdas alles, was man befürchtete, einge-troffen ist. Um nur einiges anzuführen, wieklagte David im 14. Psalm über irreligiöse Menschen.„Thoren giebt es, die in ihrem Herzen sprechen, esist kein Gott! sie taugen nichts und Keiner ist, derGutes thäte. Da schaut der Herr vom Himmel aufdie Menschenkinder, zu sehen, ob Jemand noch ver-nünftig sey und nach Gott frage: und siehe, sie sindalle abgewichen und verderbt. Ach, daß aus ZionHülfe käme für Israel! u. s. f.“ Diese Hülfe kam,wie immer die Hülfe des Herrn grade dann am näch-sten ist, wenn die Noth am größten ist; die Religionstarb nicht aus. — Gedenket der Zeiten des abgötti-schen Königs Ahab. Nun, glaubte man, sey es imLande um alle Religion geschehen und Götzendienstund Unglaube werde überhand nehmen. Aber (1 Kön.9, 18.) es lebte noch ein warmer Verehrer der Gott-heit im Lande, dessen Stimme durchdrang, Elias,und neben ihm hatte die Vorsehung noch siebentausendlassen übrig bleiben, die ihre Kniee nicht gebeugt hat-ten vor dem Baal. — Leset die ganze Reihe der Pro-pheten durch: fast ihrer aller Mund und Feder strömtin Klagen über Sittenverderbniß und Religionsver-fall aus. „O weh den ungerathnen Kindern, die
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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185
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