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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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182§§stenthums so häufig jedem andern Unterrichte nachge-setzt, die religiöse Erziehung so häufig ganz bey Seitegelassen! ja giebt es doch der Menschen so Viele, welchedie Religion leichtsinnig und übermüthig zum Ge-genstande ihres muthwilligen Spotts machen! Waswird doch endlich daraus werden? Wird man nichtallmählich immer mehr in seinem eiteln Tichten undTrachten versinken? Wird man nicht (Philipp. 1,311.) immer ärmer werden an christlicher Erkennt-niß und Erfahrung, wird man nicht immer saumse-liger werden, sich zu erfüllen mit Früchten der Ge-rechtigkeit? wird man es nicht immer mehr aus derAcht lassen, sich lauter und unanstößig zu erhalten?Wie wird man doch wohl einstens bestehen am TageJesu Christi?Dergleichen Klagen sind auch euch wohl nicht un-bekannt geblieben, meine Freunde. Mancher von unshat vielleicht selbst in diese Klagen mit eingestimmt,oder wohl gar mit Paulus nach den Worten alttesta-mentlicher Propheten ausgerufen:Röm. 3, 10 18. Da ist nicht, der gerechtsey, auch nicht Einer. Da ist nicht, derverständig sey; da ist nicht, der nachGott frage: sie sind alle abgewichen, alleuntüchtig geworden, da ist nicht, der gu-tes thue, auch nicht Einer. Ihr Schlund