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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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166in Ewigkeit dem himmlischen Kleinode nachjägt, wozuer berufen ist. Es wird und kann ihm nie unbedeu-tend seyn, wenn er auf dieser Bahn nur wenigeSchritte hienieden vorwärts zu kommen sich dünkt;eben so wenig, als dem Schiffer, wenn er auf einerlangen Fahrt jeden Tag nur wenige Meilen weitvorwärts schifft. Der Glaube an Unsterblichkeit undewiges Fortleben muß bey den Menschen sehr todtund nur bloßes Gedaͤchtnißwesen seyn, wenn sie esbey diesem Glauben nicht der Mühe werth finden,den Weg der Tugend zu wandeln und deren erhabneWürde zu erstreben.2) Lasset uns aber auch zweytens daran gedenken,daß die Uebung der Tugend häufig Kampf kostet.Daß es keine Kleinigkeit sey, dem Gesetze des Herrn,der unsre Heiligung will, so wie es sich gebührt, Folgezu leisten, das lehrt uns ja wohl das Exempel Jesuanschaulich genug. Er ward versucht allenthalben sowie wir, und manchen schweren Kampf bestand er,um ohne Sünde zu bleiben. (Ebr. 4, 15.) Baldward er vom Geiste in die Wüste geführt, um ver-sucht zu werden (Matth. 4.); bald waren es dieSchmeicheleyen der Pharisäer und ihres Anhangs,die ihn versuchten, von der einmal betretenen Bahnabzuweichen (Matth. 22, 15. 16.); bald das Lobge-schrey der Menge (Matth. 21, 9.); bald die Tückeund die geheimen Anschläge der Priester (Matth. 26,