∆43und in diesem innerlichen Zurückschaudern vor demEiteln und Vergänglichen dieser Zeit erkennen wir eineſichere Bürgschaft von etwas Ewigem, dasnimmer weicht noch flieht. Alles bestärkt unsin unserer Hoffnung, und von Jesu Christo erleuchteterblicken wir die Denkmale der Vergänglichkeit, dieuns hienieden umgeben, in ihrer wahren, nicht mehrſchrecklichen Geſtalt. So wenig wir uns vor der Nachtfürchten, die dem Morgen vorangeht; so wenig wiruns vor dem Winter fürchten, auf den der Frühlingfolgt; und so wenig wir das Abfallen der Blüthenfürchten, wornach der Keim sich entwickelt und zurFrucht reift, so wenig fürchten wir auch das Hinfälligedieser Erde. Unter diesen Hinfälligkeiten lebt ein gei-stiger Keim, der nicht verwelkt, nicht abfällt, sondernewig lebt und zur Reife ewig empor wächst. DerFrühling selbst ist uns ein schönes Bild und eine er-freuliche Verheiſſung unſers einſtigen Fortlebens undFortwachsens in einer andern Welt. Lasset uns dengeistigen Keim, der in uns wächst und reift, in Ehrenhalten, m. Fr., daß er nicht durch böse Witterungverderbe. Lasset uns ihn schützen, ihn nähren undpflegen, daß er ein guter und schöner Keim sey undbleibe. Sehet, die Natur ist so schön, so anmuthiso gefällig, sie ist so recht nach unserm Herzen; daseine stimmt zum andern, es ist alles in der schönstenHarmonie. Lasset uns doch hievon eine Aufmunte-
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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