⁰⁰43Rechnet nicht zu sicher auf die Zukunft, ihr, die ihrso große Plane machet und sprechet: heute oder mor-gen wollen wir gehen in diese oder jene Stadt undwollen ein Jahr liegen und handthieren und gewin-nen: ihr wisset ja nicht, was Morgen seyn wird;denn was ist euer Leben? Ein Dampf ist es, dereine kleine Zeit währet und darnach verschwindet.(Jac. 4, 15. 14.) Trauet nicht zu sicher eurer Kraft,ihr muntern Jünglinge, trauet nicht zu sicher eurerFülle und Schönheit, ihr blühenden Jungfrauen:ihr wisset nicht, was noch heute sich begeben kann;(Spr. Sal. 27, 1.) alle Menſchen ſind wie das Grasund alle Herrlichkeit der Menschen ist, wie eine Blu-me, bald ist das Gras verdorret und die Blume ab-gefallen. (1 Petri 1, 24.) Alles, alles was irrdischist, thut unserm Herzen nicht Genüge, denn es ist eitelund hinfällig; es befriedigt uns nicht, eben so wenig,als der Anblick des blühenden Frühlings einen ver-ständigen Menschen auf immer befriedigen kann, weiler sich über Frühling und Winter, über die Erde undihre Güter nach etwas Höheren und Bleibenden hin-aussehnt.V. Wohl uns Jüngern Jesu, daß wir das Höhereund Ewige wissen! Wir fühlen in dieser geheimenSehnsucht nach etwas Besserm, als die Erde gebenkann, zugleich eine sichere Bürgschaft höherer Güter,
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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