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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
Entstehung
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✋⁰34ket daran, daß Gott es ist, der die Bäume und dieBlumen mit einer solchen Herrlichkeit bekleidet. Einesolche fromme Freude, ein solcher froher Genuß seyder Dank, den wir Gott für seine Liebe opfern. Dannaber lasset uns auch im Gefühl der Güte Gottes, dieuns so unaussprechlich segnet und erfreut, hintretenein Jeder an sein Tagewerk, auf unsern Acker, in un-ſre Werkſtätte, in unſer Arbeitsſtube, und da mitfreudigem Herzen wirken, was uns obliegt. Sehet,unser Vater im Himmel wirkt auch, wirkte ohne Un-terlaß, und es ist seine Seligkeit zu wirken; so mußes auch unsre Freude und Ehre seyn, zu wirken, sowie wirs können, nach dem Vorbilde dieses vollkomm-nen himmlischen Vaters. Streue der Eine mit fröh-lichem Herzen die Saat zur künftigen nährenden Fruchtauf seinen Acker, in seinen Garten. Pflanze der An-dre mit fröhlichem Herzen den Samen der Weisheitund Tugend zur künftigen Erndte. Was wir an un-serm Tagewerk arbeiten, das geschehe mit Lust undFreude. Ihm, dem Allgütigen, können wir trauen,daß seine Liebe uns stärken, erquicken, versorgen undunsre Bemühungen früh oder spät segnen werde. JaHerr, Dir vertraue ich, auf Dich hoffe ich! ImHerbste wie im Frühling des Lebens, im Sturme desUnglücks wie im Sonnenscheine des Glücks will ich imGlauben an Deine Liebe ſtille ſeyn und mit Aſſaphdenken: Herr, wenn ich nur Dich habe!.