⁵⁰33der große Vater. Er, der uns und alles schuf, schufauch den Frühling. Es ist Gottes über-schwengliche Liebe, die wir empfinden, wennuns beym Anblick der verjüngten Natur das Herzwarm und froh wird. — M. Fr., die Güte desHerrn ist es, daß es noch nicht ganz aus mit uns ist.Wenn er uns nur ein einzigesmal seinen Segen ent-zöge, uns nur ein einzigesmal sein väterliches Antlitznicht leuchten ließe, so wären wir alle dem Elendeund dem jämmerlichsten Tode preisgegeben. Aber erschaut vom Himmel auf die Erde herab und fragtnach den Menschenkindern. Darum danket dem Herrn;er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich. Mitdankbarem Herzen richtet eure Blicke gen Himmel undfreut euch nicht der Gaben allein, sondern auch desGebers. Schauet die Blumen auf dem Felde an undfreuet euch ihrer, und gedenket daran, daß Gott esist, der sie blühen und duften läßt. Höret den Gesangder Vögel unter dem Himmel und freuet euch dessel-ben, und gedenket daran, daß sie ohne Gott undseine Liebe nicht singen würden. Sehet die grüneSaat und freuet euch ihrer, und gedenket daran daßGott es ist, der uns durch dieselbe ernährt. Fühletdie milde erquickende Luft und freuet euch ihrer, undgedenket daran, daß Gott es ist, der sie wehen läßt.Betrachtet die Pracht der sich aufschließenden und auf-blühenden Bäume und freuet euch ihrer, und gedenCh. I.
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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33
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