⁵⁵ren, dort aufknospende Wälder, hier Gärten, dortAecker, besäet und bepflanzt voll Hoffnung für dieZukunft. „Erquickend und stärkend“ ist die Na-tur. Der Mensch fühlt in ihrem Genusse Aufheite-rung und Erfrischung. Der Krankgewesene fühlt nunseine Kräfte zurückkehren; der Schwache wird gestärkt;der Greis wird erwärmt und erholt sich; Alte undJunge freuen sich der Stärkung und Erquickung desFrühlings. „Nährend und versorgend“ ist dieNatur. Sie reicht uns schon jetzt die Erstlinge ihrerFrüchte. Das Aufkeimen und Wachsthum der Saa-ten und Pflanzen bürgt uns für die fernere Ernäh-rung und Erhaltung. So schön, so erquickend, soversorgend ist die Natur „für Jedermann.“ Ausihrer Quelle schöpft nicht blos der vornehme, sondernauch der geringe Mann. Aus ihrer Vorrathskammerholt sich der König seine Herrlichkeiten und der armeMann alles, was zu ſeines Leibes Nahrung undNothdurft gehört. Wir alle, alle können der schönenErde uns freuen; wir alle werden durch den Frühlingerquickt und gestärkt; wir alle werden von dem Vor-rathe der Natur ernährt und versorgt; da macht eskeinen Unterschied, ob wir befehlen oder gehorchen,ob wir hoch oder niedrig stehen. Und dieser Segen,diese Freude kömmt doch allein von Gott! Freude,Wonne ist es zu sagen, in dieser für Jedermann schö-nen, erquickenden und ernährenden Natur wirkt Er,
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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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