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Predigten und Reden an Festtagen und bey besonderen Gelegenheiten
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16⁵⁵Wunſch eines hofnungsloſen Hiobs: ach, daß ich niegebohren wäre und nie der Erde Licht erblicket hätte!Dann kehrte man, wenn man es könnte, vor denPforten der Ewigkeit um und erflehte sich vom Schick-ſal ewige Vernichtung; denn was haͤtte man ohneGott und Vorsehung auch dort jenseits zu erwarten!Ja, wer denken kann und ein Herz hat, der mußwohl das Bedürfniß des Glaubens an Gottes Vorse-hung fühlen. Wer insbesondre an dem heutigen Tageauf die gegenwärtigen Zeitumstände einen Blick wirftund da die viele Noth, den Verfall der Sitten undder Religion und die vielen Gebrechen unsers Geschlechtsin Erwägung zieht, der muß es mit voller Ueberzeu-gung einſehen, daß wir ohne Glauben an GottesVorsehung zu viel Dunkel und Verwirrung finden,den Muth verliehren, in unserm Verhalten schwankenund wegen der Zukunft hofnungslos seyn würden.Mit Recht feyern wir deswegen an dem heutigen Tagedas Fest der Vorsehung, da wir an keinem Tage solebhaft, wie an dem heutigen erinnert werden, daßuns Erdenbürgern der Glaube an diese Vorsehung,ſo nöthig ſey, wie dem Wankenden ein Führer, wiedem Schwachen ein Stab, wie dem Wanderer inder Finſterniß ein Licht, wie dem Schiffer ein Anker!tig und einzelnen Fällen, und das### II. Gottlob, daß der heutige Tag unsauch auf manche Umstände hinweiset.