geschlungen hatte, der dunkle Kaftan im Winde sich regte, und der große Bart, der vom Antlitzenieder hing, noch weißer war, als der Turban.
Gleich im ersten Sommer wurde ein Stück Feld hergerichtet, und mit Flachs besäet.Als er blühte, wurde Ditha hinausgeführt, und Abdias sagte ihr, der ganze Himmel, der daauf den Spitzen dieser grünen stehenden Fäden klinge, gehöre ihr. Ditha stand nun recht oftvor dem blauen Tuche des Feldes und sah es an. Auf cem Heimwege pflückte sie sich einenStrauß von Chanen, die im Korne standen.
Gegen die Mitte diesesSommers ging ein mir demgelben Getreide des Abdiashoch beladener Wagen in dieneugebaute Scheuer und wi-derlegte den Wahn der in derEntfernung wohnenden Nach-barn, daß das grüne mit Stei- Anen besäete Wiegenthal un-fruchtbar sei. Diesem Wagenfolgte bald ein zweiter, ein
dritter — und er wurde so lange beladen, bis alles Ausgesäete als Ernte zu Hause war.Au einem andern Platze wurde schon wieder zur Vergrößerung der Felder für das nächsteJahr gcrcutct.
So lebte AbdiaS wieder in einer andern ihm willkommen neuen Thätigkeit, und erbetrieb sie immer weiter. Nachdem mehrere Jahre vergangen waren, hatte er schon alles Land,welches ihm eigen gehörte, nmgegraben, und er sann bereits darüber nach, an seinen Handels-frcnnd zu schreiben, daß er durch dessen Vermittlung wieder ein neues Stück dazu bekomme,welches er bearbeiten wollte. Seinen Garten hatte er erweitert, und die Mauer um das Stückziehen lassen. Die Gebäude, die er zum Wirthschaftsbetriebe aufgcführt hatte, wurden zu klein,unr er baute immer an der Erweiterung. Auch sann er über neue Dinge, die er unternehmen,und über Anlagen und Baulichkeiten, die er er finden wollte.
Er hatte wieder mehrere Diener und Mägde genommen. Das Innere des Hauses richteteer fast so her, wie die Wohnung der Wüstenstadt zur Zeit der Esther gewesen war. Er legteweiche Teppiche, er baute durch Bretter und seidene Ueberzügc Nischen, ließ Ruhebetten in die-selben stellen, nur gclbseidcne Vorhänge vor sie niederhängcn, die man auseinander ziehen konnte.In mehrere Fächer that er Dinge, daß sie einst Ditha, wenn er todt wäre, und sie die Schlüsselbekäme, finden möge. Im Hofraume, und draußen im Thale pflanzte er Bäumchen, die ihrSchatten geben, wenn sie eine Matrone sein würde. Wenn er nach Art des Alters nicht schla-fen konnte, 'oder wenn ihm die lange europäische Dämmerung zu lange wurde, stand er auf, und
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