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Abdias
Entstehung
Seite
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Dann wendete er sich um und begab sich wieder in seine Wohnung. Zum Mittagsmahle nahmer ein paar Hände voll Maiskörner und trank von dem warmen Wasser der oberen Zisterne.Mirtha ließ er eine Schale voll Milch von der Eselin nehmen, und gab ihr von dem dürrenBrode das da war; denn das bessere war zum Theil weggenommen, zum Theil verschleppt undverschleudert worden, auch konnte wegen dem zu starken Austrocknen in der heißen Wüste niemalsein großer Vorrath aus einmal gebacken werden.

Den ganzen Nachmittag brachte Abdias damit zu, die Wohnung in einen solchen Standzu setzen, daß sie von Außen vor jedem nicht gar zu gewaltigen Angriffe gesichert war. Erschleppte die Lappen und was von guten Dingen zerrissen herum lag in zwei Gemächer zusammen,die jetzt zur Wohnung bestimmt waren, das andere verrammelte er zum Theil, zum Theil bander cs mit Vorgefundenen Stricken zusammen, so daß es hielt und die Eingänge, die etwa zu denGemächern sein könnten, verwahrt waren. Theilweise hatte er auch ganz neue Riegel angebracht,er hatte die Klammern und Arben mit guten Nägeln angenagelt. Als er fertig war, saß er aufder Stcinbank und ruhte ein kleines Weilchen.

Die Schmerzen, welche von der gestrigen Mißhandlung durch die Soldaten herrührten,waren heute viel heftiger geworden, als sie gestern in der ersten Aufregung waren, und hattenden Körper weit ungelenker gemacht. Er war einige Male in den Keller gegangen, hatte vondem kostbaren kalten Wasser eine Schale voll genommen, hatte ein Tuch eingetancht, und sichmit demselben die Lenden und andere schmerzende Stellen befeuchtet.

Gegen Abend kam ein Bote, welcher von den Dienern und Dienerinnen, die sonst inAbdias Hause waren, abgesandt war. Uram und Mirtha waren die einzigen, die sich wiedereingefunden hatten und bei Abdias den Tag über geblieben waren. Der Bote forderte im Namender Leute, deren Kennzeichen er mitbrachte, den rückständigen Lohn, den sie trotzig begehrten,weil sie meinten, er sei nunmehr ein Bettler. Abdias sah die Forderung an, und gab dann demBoten das Geld, das er in lauter sehr kleinen Münzen aus dem schlechten Kaftane zog, den ernun au hatte. Er sagte, daß er die Nachbarn grüßen lasse, und daß er, wenn sie wollten, nocheinige schlechte seidene Dinge um sehr billiges Geld zu verkaufen hätte, sie möchten morgen kom-men, wenn es ihnen genehm wäre, etwas davon zu erstehen.

Der Bote nahm das Geld, ließ die Papiere, welche von Seite der Diener den Empfangbestätigten, in Abdias Hand und ging fort.

Als schon die in jenen Ländern sehr kurze Dämmerung eingebrochen war, und als Abdias,welcher recht gut wußte, wie schnell eine sehr finstere Nacht auf sie folge, bereits mehre Male überdie Trümmer nach Uram ausgeschaut hatte, dessen Verirren in der gegcnstandlosen Wüste erfürchtete, kau: der Knabe, als noch die letzten schwachen Strahlen leuchteten, hinter den dunkelnMauerstücken, durch herabh äugendes Buschwerk noch dunkler gemacht, hervor, den Hammel, welcherWiderstand leistete, mehr hinter sich herzerrend, als ihn führend. Abdias gewahrte ihn bald, tratzu ihm hinzu und geleitete ihn zu dein Eingänge des äußeren Gemaches, das in seine Wohnung

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Erster, Abdias.