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Der Reitsport
Entstehung
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135
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i3S

Die Länge der Kandarenzügel richtet sich nach derI leranstellung des Pferdekopfes im Genick und der Längedes Halses. Jedenfalls sollen die Kandarenzügel an-stehen.

Der Schieber ist nur eine Aushilfe, die ein ge-legentliches Durchgleiten der Zügel verhindern soll.Für gewöhnlich soll aber die Hand so geschickt sein,dass sie auch ohne Schieber ein Durchgleiten der Zügelverhindern kann. Ohne Schieber ist die Führung eineviel gefühlvollere. Beim Waffengebrauch des Militärsist aber der Schieber durchaus notwendig.

4. Thätigkeit der Faust und der Schenkel.

Die Thätigkeiten der Faust sind dieselben wie dieauf Trense und bestehen wieder in Annehmen, Nach-geben und Wenden. Wesentlich dabei ist wieder dasEinrunden des Faustgelenkes auf verschiedene Art.

Annehmen und Nachgeben: Sie erfordern dasVerkürzen und Wiederverlängern beider Kandarenzügelgleichmässig. Man verfährt also dabei wie beim An-nehmen und Nachgeben mit der Trense, muss, aberbeim Annehmen am Finger fühlen, dass beide Zügelauch wirklich anstehen. Ist es nicht der Fall, dannmuss die rechte Hand die Zügel ordnen (Fig. 38).

Rechts- und Linkswenden: Man macht sich dieHilfen zu den Wendungen am besten klar, wenn mansie in zwei Bewegungen (Momente) der Faust einteilt.Die erste soll dem Pferde die Richtung in die Wendungund Stellung dadurch geben, dass der betreffende innereZügel verkürzt wird. Die zweite Bewegung der Faustsoll den äusseren Zügel annehmen, damit er sich an dieäussere Plalsseite anlege und die Grösse der Wendungwie die Haltung des Pferdes in ihr bestimme.

Rechts-Wenden: erste Bewegung (der rechteZügel soll verkürzt werden): Dazu Annehmen mit fort-gesetzter Drehung im Gelenk, so dass die mittlerenFingergelenke sich der Brust nähern und man fühlt,