C. Angewandtes Reiten.
Die Anwendung des Reitens gehört in das Gelände.Alles, was uns umgiebt, ist Gelände: Strassen, Ort-schaften, Wiesen, Wälder, Berge und Gewässer.
Der Übergang eines angehenden Reiters von derBahn ins Freie ist wie der des Schülers von der Schul-bank zur Hochschule. Einen schlimmen Fehler begehtjedoch der, welcher sich einbildet, nun schon sehr vielzu können. Viele Reiter, die doch nur sehr wenigkönnen, sind aber dieser verkehrten Ansicht. Wer in-dessen glaubt, nicht mehr weiter streben zu müssen,weil er ja ausgelernt habe, der wird unzweifelhaft Rück-schritte machen. —
Früher fiel es uns nicht ein, das Gelände bei ge-legentlichen Reisen oder Spaziergängen mit Bezug aufdas Reiten zu betrachten. Nun muss uns aber derGedanke kommen: Wie wirst du dich bei einzelnenVorkommnissen im Freien zu Pferde benehmen?
Da giebt uns gleich ein einfacher Spazierritt Ge-legenheit, darüber nachzudenken. Wir lassen uns alsoeinmal das Pferd vom Stallburschen vor unsere Haus-thür bringen. Wir treten hinaus und an das Pferd, umes von vorn bis hinten zu besichtigen. Wir überzeugenuns, ob es gut geputzt ist, ob Sattelung und Zäumungin Ordnung sind.
Wir schwingen uns, nachdem wir die Zügel richtigerfasst und das Pferd damit in unsere Gewalt genommenhaben, leicht und gewandt in den Sattel, uns dort nachallen Regeln häuslich niederlassend. Der Bursche hat