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Der Anzug - soll sich im allgemeinen den Formendes Reiters hübsch anschliessen und weder zu eng nochzu weit sein. Ist er zu weit und schlottert um die Glie-der herum, dann ist es für'den an knappe Anzüge ge-wöhnten, soldatisch geschulten Deutschen durchaus keinschöner Anblick. Leider sieht man aber auch bei unsschon Bilder auf den Pferden, die, dem englischen Ge-schmack nachgeahmt, mehr dem Pachter Feldkümmel,wie einem deutschen Reitersmann gleichen. Aber derAnzug sei auch nicht zu eng und namentlich in allenden Gelenken weiter, auf deren freie Bewegung es sosehr ankommt. Es sind dies die Schulter-, Arm-, Fland-,Ilüft-, Knie- und Fussgelenke. An allen diesen Stellendarf der Anzug nicht im geringsten klemmen. ' Nament-lich aber sei die Hose um die Hüftgelenke herum weitgenug, aber an den Knieen genau nach deren Formgeschnitten. Das Gesäss sei breit ausgearbeitet. DieHose soll etwa bis zu zwei Handbreiten unter das Kniereichen und dort mit einigen Knöpfen zum Zuknöpfenversehen sein. Man soll sie bequem in die Stiefelstecken können. Es ist nicht zu befürchten, dass dasKnie durch die dort enge, aber gut passende Hosegedrückt oder gescheuert wird, denn je besser sie sitzt,desto ruhiger liegt sie an. Das wird sie um so mehrkönnen, als sie weder nach oben noch nach unten scharfangezogen wird. Nur Hosen, welche zwischen Plosen-trägern und Strippen scharf angezogen und auch nocheng sind, rufen oftmals Knieschmerzen und das so un-angenehme Übel des Kniewassers hervor.
Wird eine Zeughose mit Leder besetzt, dann darfder Rand des Lederbesatzes nie die Kniescheibe be-rühren, weil dann die Naht mit dem Lederrand drückt.Das Leder schütze nur die Teile der Hose, welcheunmittelbar mit Decke und Sattel in Verbindung treten.
Man trage entweder Stulpen- oder Dragonerstiefel,aber bei Leibe nicht zu eng und steif und nicht sohoch, dass sie die Kniekehlen scheuern. Man treibe