gebrauch besonders ausgebildet sind und dadurch denReitersitz und die Einwirkungen des Reiters fördernZu ihrer Ausbildung dienen die Freiübungen und vielesReiten.
Übrigens sei zum Trost jedes Reiters gesagt, dernicht alle die eben angeführten körperlichen Eigenschaftenbesitzt, dass man durch Fleiss und Ausdauer trotzdemein ganz guter Reiter zu werden vermag.
3. Anzug des Reiters.
Es ist eine Hauptvorbedingung für das Gelingeneiner Arbeit oder die Durchführung eines Sports, dasssich der Körper des Ausübenden in allen seinen Teilenfrei und ungehindert bewegen kann. Das gilt beimReiten sowohl vom Reiter wie vom Pferd. Die Frei-heit der Bewegung kann ein falsch gearbeiteter Anzug desReiters hindern. Deshalb muss seiner Anfertigung mehrSorgfalt gewidmet werden, als es häufig der F'all zu seinpflegt. In erster Linie entspreche der Anzug also allenAnforderungen im Gebrauch; in zweiter Linie steheerst die Frage, ob er den Reiter auch vorteilhaft kleidet.Aber auch das darf nicht unterschätzt werden, dennKleider machen Leute, und die meisten Menschenhaben doch den Ehrgeiz, lieber hübsch als hässlichzu erscheinen.
Wenn auch Kleider Leute machen, so sind dochviele Leute, die Kleider machen, keine Reiter und kennendarum selten die Anforderungen, welche man an einenguten Reitanzug zu stellen berechtigt ist. Indessen giebtes doch grosse und berühmte Kleidergeschäfte, die,durch Reiter belehrt, der Sache auf den Grund gingenund Anzüge nach allen Regeln der Kunst schufen.Man wende sich daher an solche Geschäfte und lassesich nicht darauf ein, bei einem beliebigen Schneiderarbeiten zu lassen. Abgesehen davon, dass ein falschgearbeiteter Anzug hindert, kann er auch Schmerzenveranlassen und sogar Krankheiten hervorrufen.