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Der Renommist.
So sprach er, und er sah starr aus den Boden hin. —O Liebe, sieget stets dein stolzer Eigensinn?
Muß man bei so viel Mnth von diesem Jen'schen HeldenMit seiner Liebespein, auch seine Schwachheit melden?Hast du die Schönheit nicht zum Unglück oft gebraucht?Hat nicht um Helenen ein Jlium geraucht?
Sah nicht die ganze Welt, Philippens Sohn zur Schande,Auf einer Nymphe Wort, Persepolis im Brande?
Wie oftmals suchen wir von eines Reiches Fall,
Und mächt'ger Thronen Sturz, die Ursach überall?
Und oftmals, dürsten wir in Menschenherzen lesen,
Ist nur ein schöner Blick der Grund davon gewesen;
Und eine Sultanin, erhitzt von Lieb' und Wuth,
Setzt oft allein um sich ihr weites Reich in Blut.
Muß auch ein bloser Blick den Schläger überwinden?Doch, Held, du Mst mit Ruhm.—Ein Blick war's von Gelinden.Du schmückest den Triumph der größten Siegerin.
Die Staatsperücke fällt zu ihren Füßen hin,
Der lange Zopf wünscht sich an ihrer Sklaven Stelle,
Und Alles huldigt ihr, der Degen und die Elle.
Indessen schäumt vor Wuth der Geist der Schlägerei.Wie? (ruft er brüllend aus), mein Raufbold ungetreu?Sein Held eilt nach der Stadt, und kommt, voll von
Gedanken,
Vom stolzen Petersthor bis an die vordern Schranken.Auf seinem Posten stand ein alter Stadtsoldat,
Ein sechszigjähr'ger Schutz der nie verlaßnen Stadt.
Nie hatt' er auf den Feind die Flinte losgeschossen,
Sein Kriegesleben war in größter Ruh' verflossen.
Den läßt zum ersten Mal Mars auf die Kriegesbahn;Der Renommist stößt ihn mit starken Armen an.