III. Stipendien aus Stiftungen von nichtstaatliclien Behörden u. von Privatpersonen. 105
sind an das Kuratorium der v. Seydlitz’schen Stiftung in Charlotten-burg, Berlinerstrasse 151, bis zum 15. Juni einzureichen; sie müssen einekurze Angabe des Lebenslaufes enthalten und von folgenden Attestenbegleitet sein: Geburtsschein, Gesundheitsattest (ausgestellt von einemPhysikus) — wodurch dargethan wird, dass Bewerber die Gesundheitund körperliche Tüchtigkeit besitzt, welche die praktische Ausübungseines Gewerbes und die Anstrengungen des Unterrichts in der Tech-nischen Hochschule erfordern, und dass er die Blattern durch Impfungoder sonst überstanden habe —, Reifezeugniss von einer höheren Lehr-anstalt mit 9jährigem Kursus, Zeugnisse über praktische Ausbildung,Führungsatteste, Militärpapiere. Aus letzteren muss hervorgehen, dassdurch die Ableistung der Militärpflicht keine Unterbrechung des Unter-richts herbeigeführt wird. Für preussische Staatsangehörige ist mit demStipendium zugleich Honorarerlass verbunden.
i) 3 Stipendien von je 600 Mark jährlich, bewilligt vom Landtageder Provinz Sachsen für Studirende der Abtheilungen für Maschinen-ingenieurwesen, für Schiff- und Schiffsmaschinenbau, für Chemie undHüttenkunde und für allgemeine Wissenschaften. Aufforderungen zurBewerbung ergehen durch die Regierungsamtsblätter der Provinz. Un-erlässliche Bedingung der Verleihung ist ausser Würdigkeit und Bedürftig-keit, dass der Stipendiat der Provinz Sachsen augehört.
k) Kommerzienrath Fränckel’sche Stiftungen in Breslau:Stipendien für Studirende aller Abtheilungen jüdischen Glaubens aus dergesammten Provinz Schlesien; unter gleich qualifizirten Bewerbern habenBreslauer den Vorzug. Bewerbungen sind an das Kuratorium der ge-nannten Stiftungen in Breslau, Junkernstrasse 11, zu richten. Honorar-erlass erhalten nur die Inhaber von Stipendien im Betrage von 300 bis600 Mark.
l) Friedrich Eggers-Stiftung zur Förderung der Künste undKunstwissenschaften: Stipendien im Betrage von wenigstens je 500 Markjährlich; abwechselnd für Kunstgelehrte, Architekten, Bildhauer, Maler,Kunstgewerbebeflissene bestimmt. Aufforderung zur Bewerbung erfolgtjedesmal durch eine ausführliche Bekanntmachung des Kuratoriums am„Schwarzen Brett“ der Technischen Hochschule.
m) Gewerbeschulstipendien der Stadt Berlin von 300 Markjährlich.
n) Julius Adelheid-Stiftung: Stipendium von 240 Mark jährlichfür talentvolle und bedürftige Studirende des Baufaches. Bewerber mussjüdischen Glaubens sein. Die Aufforderung zur Bewerbung erfolgt imMai durch eine Bekanntmachung im „Deutschen Reichs- und KöniglichPreussischen Staatsanzeiger“. Nähere Angaben über die Stiftung enthältder immerwährende Anschlag am „Schwarzen Brett“ der Technischen Hoch-schule. Die Verleihung erfolgt für ein Studienjahr. Bewerbungen sind