XXXIII
zur neuen Auflage.
rität des Fürstenthums erhalten und kräftigen, und sie und uns und unsere Kin-der vor Revolutionen schützen. Wir wollen es auf dem heutzutage einzig mög-lichen, seinem Begriff entsprechenden Wege. Wir bewirken es, indem wir nachdem Verbilde von England, welches die Königswürde wahrhaft heilig hält,den Fürsten als muthigen ruhmvollen Vorkämpfer in der heutigen höchstenVolksidee und Bestrebung an die Spitze seines Volkes stellen, ihn so infreier staatsbürgerlicher Verfassung innigst mit ihm vereinigen und ihm den höch-sten Ruhm der Zeit, die Majestät der sittlichen Idee der vorwärts strebendenNation, der freien Liebe Achtung und Huldigung der guten und besten Bürgerund Zeitgenossen, kurz die Zustimmung und Unterstützung der öffentlichen Meinungverschaffen. Wir wollen so das Fürstenthum und das Vaterland und den bürger-lichen Frieden schützen und retten in gefahrvoller Zeit. Wir suchen sie zu rettendurch unsere Anempfehlung der sicheren und richtigen Wege und durch den Rath zumbaldmöglichsten Verlassen der stets gefährlichem Abwege, welche sowohl die Conser-vativen wie die Radikalen einschlagen.
Uebrigens werden natürlich, mit der allmälig unser Volk kräftiger und allge-meiner durchdringenden freieren Lebensentwicklung, auch die Aufgaben des Staatsund der Staatswiffenschaft, und mithin auch die unseres Staatslerikons, umfas-sender und schwieriger; denn es soll dem ganzen Volksleben der Staat die harmo-nische Vereinigung und die schützenden und leitenden Grundformen geben. Garmanche Gesichtspuncte, Fragen und Bedürfnisse des socialen, des politischen undkirchlichen Lebens, des Gewerbs und Handels haben schon in der kurzen Zeit, seitdem Beginnen unseres Werkes, sich geltend gemacht, welche früher keine Erörterungin Anspruch nahmen. Wir werden sie mit Liebe, unsere Hand haltend an demPulse unseres Volkslebens, zu lösen suchen. Die früheren und neue tüchtige Mit-arbeiter werden uns helfen, auch diese Schwierigkeit zu besiegen.
Auch in andern Beziehungen werden wir bei dieser neuen Auflage stre-ben, die Ausführung unserer Aufgabe, die Durchführung der gerechten und politi-schen Grundsätze durch alle Theile unseres gesellschaftlichen Lebens wesentlich zuverbessern und zu vervollständigen. Wir möchten besser, deutlicher, oft kürzer unddoch vollständiger, als bisher, die sämmtlichen Staatslehren so darstellen, wiesie an sich dem praktischen, rechtlichen und politischen Ideale der bürgerlichen Gesell-schaft entsprechen und zugleich unfern heutigen deutschen Verhältnissen sich anpassen.Wir möchten aber zu ihrer eignen vollständigeren Würdigung auch die von ihnenverschiedenen beachtenswerthen Grundsätze anderer Zeiten und Völker und andererSysteme mit dieser Darstellung verbinden.
Die Unvollkommenheiten der früheren Ausgabe werden erst dann vollkommeneEntschuldigung finden, wenn.man ihre Hauptursachen erwägt, die schwierigen Zeit-verhältnisse, die vielen Landtagsgeschäfte der beiden Herausgeber, vor Allem dieSchwierigkeit, für ein alphabetisches Werk bloser Originalartikel genannter Verfas-ser immer zur rechten Zeit von tüchtigen, gerade aber wegen ihrer Tüchtigkeit meistvielbeschäftigten Mitarbeitern die erbetenen Artikel zu erhalten, und endlich die be-deutenden Interessen des Verlegers und Druckers, so wie die Wünsche der Abon-nenten , welche meist dringend mahnten, den Druck möglichst rasch und ohne Unter«Staats-Leriko». I. 3