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1 (1845) [Aac - Aus]
Entstehung
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zur neuen Auflage.

der geringste Radicale jetzt ihre Kraft durch die einfache Bemerkung: ja freilichmacht es sich in der historischen Entwicklung von selbst, daß wirVölker, sobald wir mündig werden, von der Gewalt unsere natürlichen Rechte, dasErbe unserer früher freien Vater fordern, und daß wir sie uns nehmen, wenn dieGewalt sie verweigern und uns unterdrücken will. Gleich einer schwachen Diplo-matie, die jede Revolution zu verhindern sich Kraft und Berechtigung zuschreibt,jede wirklich ausHebrochene aber als kalt avoompli anerkennt, huldigt diese histori-sche Rechtstheorie Allem, was man historisch zu machen beliebt. Die Hegel'scheVernünftigkeit alles Wirklichen, nach welcher ihr Erfinder einst in Berlin, als da-mals die Gewalt in die Religion eingriff und die freie Schrift und Lehre hemmte,die Bestimmung der Religion der Bürger durch die Regierung und die Unterdrückungder Lehr- und Preßfreiheit durch ihre Polizei in seinem Naturrecht als vernünftig,weil wirklich, anpries (Ausgabe des Naturrechts von 1821), auch sie hat sich durchsich selbst vernichtet. Ihre Nichtigkeit wurde öffentlich klar, als die Schüler dieser sohoch gefeierten legitimen Lehre, der vermeinten Stütze des monarchischen Princips,mit gleichem Recht die revolutionäre Bestrebung, die Volkssouveranetat und denUnglauben als das vernünftige Wirkliche zu erklären beliebten. Die durch die Ge-walt zur ofsiciellen Philosophie erhobene Lehre wurde nun durch einen Act der öf-fentlichen Gewalt verdammt. Die neue ofsicielle Hofphilosophie aber war schonvon Anfang an im weitergerückten deutschen Volke misachtet. Solcher Mangelaller politischen Bildung, in welchem selbst sogenannte deutsche Staatsmänner allihren praktischen gesunden Menschenverstand durch jene hoch- und tiefgelehrtenZauberformeln gefangen nehmen ließen, wird bald endlich auch in Deutschlandüberwunden sein. Diese fast erstaunenswerthe Erscheinung, daß in einem sonstleidlich verständigen Volk die praktischen Politiker, selbst die höchsten Staatsbeam-ten^ durch solche Formeln und durch jede Einseitigkeit der neuesten Schulphilosophiesich an der Nase herumführen lassen, verschwindet durch wahre politische Bildung.

> Aber es ist wichtig für eine heilsame Politik zum Schutz des Fürstenthums,daß man einsehe, bei einmal zum Bewußtsein gekommener Freiheitsliebe verlierenauch alle andern alten ihr widerstrebenden Sätze ebenso ihre oft lange Zeit hin-durch behauptete Kraft; ähnlich wie sie jenesauf das Schwert unserer königlichenVorfahren" und auf dashistorische Recht" gegründete absolute Königthum inFrankreich verlor, als ihm die Freiheitsmänner entgegensetzten: Gründet Ihr EuerRecht auf den Tag der Eroberung: nun so gründen wir das unsrige auf den Tagvor der Eroberung. Gründet ihr es auf Gewalt: wohl, so kommt her! Ganzähnlich war der Zauber des Worts Ludwig's XIV.,der Staat, das bin ich," gelöst,als Mirabeau das Volk sagen lehrte: der Staat, das sind wir.

Mit einem Wort, nur das vernünftige, mit der Freiheit auf gleichem Grunderuhende Königsrecht ist gesichert. All dieses, was noch zur Zeit der Entstehungdes Staatslexikons wenigstens insofern eine Stütze des absoluten Königthumswar, als es durch heillose Begriffsverwirrung der Freiheitsbestrebung nachtheilig,dagegen dem blinden Glauben an die einer vorübergegangenen Zeit angehörigenVorstellungen von der Gewalt vortheilhast war alles dieses stützt dieselbe heutenicht mehr. Es schadet nur ihrer wahren Achtung.

DaS Schlimmste aber von Allem, waS jene konservativen Rathaeber dem Für«