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10 (1848) [Not - Pra]
Entstehung
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Papiergeld.

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Reichsfeinde, die Uneinigkeit der Reichsglieder, die Verschwendungen seiner Höfe, anGut und Blut, an Menschen und Geld bis zur Ohnmacht erschöpft und ausgesogen.In den Zeiten der Noth und der Bedrängnis greift man zu allen Mitteln, um die äußer-sten Kräfte in Bewegung zu setzen. Hierher gehören denn auch die Münzverschlechterun-gen und die Papieroperationen der Regierungen, und es ist kein Wunder, daß das Papier-geld in Deutschland mit mistrauischen Augen angesehen wird. Die meisten Schriftsteller,bis aus die neueste Zeit herab, verwerfen dasselbe und nähern sich mehr oder weniger denAnsichten des Herrn von Sismondi. Uns scheint hierbei eine Verwechslung der Ursachemit der Wirkung obzuwalten, welche das Gegenstück zu dem Jrrthum von John Lawbildet. Dieser glaubte, durch das Papiergeld lediglich den Credit erschaffen zu können,Jene meinen, daß das Papiergeld ein Mittel sei, den Ausgeber aus der Verlegenheit zuziehen, und zwar ein Mittel, welches die Empfänger früher oder später ins Elend stürze.Wenn aber eine Regierung, um sich des Feindes zu erwehren, um die Volkskraft zumKriege in Bewegung zu setzen, oder um die Anforderungen eines Siegers zu befriedigen,Papiergeld ausgiebt, welches dann entwerthet wird, Tausende von Inhabern um ihr Ver-mögen bringt, einen großen Theil des Nationalcapitals zerstört, so ist dieses Papier nichtsowohl die Ursache des Unglücks, als der Vermittler zwischen der wahren Ursache,der Noth, und ihrer Wirkung, dem Elend. Der Krieg ist nothwendig, sogar sitt-lich nothwendig, wenn eine Nation nuv-durch ihn ihre höchsten Güter, Freiheit undSelbstständigkeit, retten kann. Allein er entzieht ungeheure Capitale ihrer productivenVerwendung, giebt sie der Zerstörung preis, um jene höchsten Güter zu retten. Dies«Hekatombe von Capitalen auf dem Altar des Vaterlandes ist es, welche Tausende un-glücklich macht, um das Ganze zu retten. Ist man darüber einig, daß das Opfer ver-brannt werden muß, so wird man auch Brennstoff haben müssen. Dieser ist im vorlie-genden Falle das Papier, mittelst dessen die Capitale in Asche verwandeltwerden. Tausendemögen herumstehen und weinend ausrufen:Verruchtes Papier, du hast unfern Reich-thum verbrannt!" Es ist wahr, und sie sind überrascht, weil sie, als das Papier erschien,gar nicht merkten, wozu es dienen solle; man sagte es ihnen auch nicht, man war sichdessen vielleicht selbst nicht klar bewußt, sondern nur darauf bedacht, die der Zerstörunggeweihten Gütermengen und Kräfte möglichst schnell in Bewegung zu setzen. Die Klageüber das Papier ist daher im Grunde gegen die Nothwendigkeit des Opfers gerichtet, wel-ches man aus eine oder die andere Weisehättebringen müssen. Auch läßt sich, um noch einenAugenblick unser Gleichniß sestzuhalten, darüber streiten, ob nicht vielleicht ein andererBrennstoff, der schneller oder langsamer gewirkt hätte, besser gewesen wäre, oder obdie Kräfte und Gütermengen nicht unmittelbar ihrer bisherigen Verwendung hättenentzogen und ihrem furchtbaren Zwecke hätten geweiht werden können. Doch sind diese Fra-gen minder erheblich, zumal da sie erst später angestellt werden können, indem man imDrange des Augenblickes nach dem Mittel greift, welches zunächst vorliegt. Eineandere Frage ist es, ob denn die Zerstörung der Capitale nothwendig, ob die Zwecke,denen dieselben gewidmet wurden, nicht vielmehr schlechte und verderbliche waren?In solchem Falle wird man, mit Fug und Recht, wieder nicht das Mittel, das Pa-pier, sondern eben die schlechten Zwecke anklagen müssen, denen das Vermögen vonTausenden geopfert wurde. In Frankreich hat man nicht blos aus Papier, sondernauch mit der Guillotine Geld geschlagen; in England hat man sich mit der Bankrestric-tion geholfen. Wir wollen hoffen, daß in Zukunft solche Nothstände seltener werden,daß, wenn sie eintreten, Mittel gefunden werden, um die Opfer, welche die Völkerbringen müssen, erträglicher zu machen. Wir wollen mit dem Gesagten nur unsereAnsicht kurz begründen, daß Deutschland, weil es an dem Welthandel zu wenig An-theil nahm, und weil seine Industrie noch nicht kräftig entwickelt war, bisher dasBedürfniß eines wohlfeileren Umlaufsmittels noch nicht gefühlt, daß es aber durchherbe Erfahrungen die verderblichen Wirkungen unmäßiger Emissionen von Staats-papiergeld hat kennen lernen. Daher kommt es, daß unsere meisten Schriftstellerdie Finanznokh als die einzige Quelle des Papiergeldes betrachten. Ihre Lehre istdaher wenig fruchtbar, da man in ihr die Antwort nicht findet auf die Frage: Kann