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10 (1848) [Not - Pra]
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lächelnd ins Gesicht zu speien wagt, so ist er ein freier Mann, wie kein Freierer je di«Erde betrat. Und jede Rede O'Connell's war ein lebendiges Beispiel, eine handgreif-liche Lehre dieser Art.

Und so emancipirte er Irland und war mit seinem Werke fertig, ehe England nochrecht wußte, was in Irland vor sich ging. Es sah die geistige Emancipation nicht,die O'Connell verbreitete, und war daher vollkommen außer Stand, zu begreifen, wiediesesGerede ohne Thal" endlich zu einem Ergebniß führen könne. Aber eines Tages,als die geistige Emancipation Irlands fertig war, sollte auch die th atsächli che fertigaus dem Haupte O'Connell's hervorspringen. Wir sahen ihn am Werkewer freisein will, muß damit beginnen, frei zu sein", wir hörten ihn sagen:Jh r wollt emancipirt sein, emancipirt Euch!" Und so sagte er, als dieZeit gekommen war:Ihr wollt katholische Parlamentsmitglieder ha-ben, wählt einen Katholiken, und damit England sehe, wie ernstes Euch ist, wählt mich!"

Wie ein Blih ging der Gedanke durch ganz Irland; und ein paar Tage später wurdeO'Connell in der Grafschaft Cläre gewählt. Das war ein Sieg Irlands über England,wie selten welche erfochten wurden, und nur umso schöner, als er zugleich Veranlassungzu einem Siege Irlands über sich selbst wurde. England hatte Irland niedergehalten,verthiert. Wie dasfeurige Wasser" in Amerika, so war derBrandy" ein Bundes-genosse Englands in Irland; die wilden und verwilderten Irländer waren dem Brannt-wein ergeben. Eine Wahl in Irland wurde daher gewöhnlich in Branntwein ersauft; unddie englischen Lords zahlten die Zeche um so großmüthiger, als der besoffene Bauer ge-dankenlos für Den stimmte, den der freigebige Lord bevorzugte. O'Connell und seineFreunde sagten den Bauern von Cläre:Wenn Ihr siegen wollt, so müßt Ihr vorerstEuch selbst besiegen. Versprecht, daß Ihr während der Wahl keinen Branntwein trinkenwollt." Und sie versprachen es, sie schwuren es, sie hielten Wort, und O'Connell wurdezum Parlamentsmitglied für Cläre gewählt.

Bei der Eröffnung der nächsten Session erschien katholisch Irland in O'Connellvertreten vor den, Schranken des Parlaments- Ganz England begriff, daß Irlandem ancipirt sei, daß ein weiterer Widerstand von Seiten Englands die EmancipationIrlands nicht mehr durch England, sondern durch Irland herbei-sühren müsse.

Peel und Wellington, damals die stolzesten Vertreter Altenglands, unterschriebendie Emancipation des katholischen Irlands den ersten Sieg Irlands über England.

iA. In seiner Zuschrift an die Wähler von Cläre versprach O'Connell unter An-derem:daß er die Frage des Widerrufs der Union zwischen England und Irlandso bald als möglich zur Berathung ins Parlament bringen werde."

Der Gedanke:Ue>,e -> nktiiL l7ui»!" füllte die zweite Hälfte seiner politischenLaufbahn aus.Die sogenannte Union war ein lucuw s non lucc-mlo, eine Vereini-gung, um nie zu vereinigen, die in ihrer ersten Bethätigung der irischen Unabhängigkeitden Todesstoß gab und die in ihrer letzten Wirkung die Ursache der ewigen Tren-nung Irlands von England sein mag Wenn sie eine Union genannt werden soll, soist sie eine Union des Haifisches mit seiner Beute das Raudthier verschlingt seinOpfer und so werden Beide Eins und untheilbar. So hat England das Parlament, dieConstitution, die Unabhängigkeit Irlands verschlungen."

Nicht O'Connell fällte dies strenge Urtheil, verkündete diese drohende Prophezeihung,' sondern ein anderer Prophet, ein Poet, ein Pair Englands hielt sie seinenGleichen"im Oberhause wie das erwachende Gewissen Englands vor. Und dieser Prophet hießByron. (Seine Rede im Oberhause vom 1. April 1812.)

Wir fürchten, auch sein Wort wird, wie das so manches anderen Propheten undPoeten wahr werden, und die Union zwischen England und Irland zur ewigenTrennung Irlands von England führen.

Der Gedanke einer Wiederauflösung der Union, dieRepeal", ist in Irland sonatürlich als Etwas; sie liegt in allen Verhältnissen, in allen Bedürfnissen, in allen