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4 (1846) [Deu - For]
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Dupin.

Das ist die Moral und die Politik der Einzelnen, wie der Parteien, und die Verwaltungselbst, besonders seitPerrier's Tod und Broglie's Austritt, tragt kein Bedenken,diesen Boden zu betreten und mit solchen Waffen ihre Gegner zu bekämpfen. Ihre Freundeund Lobredner haben an ihr gerühmt, daß sie über alle widerstreitenden Elemente in Frank-reich Herr geworden, indem sie das eine gegen das andere ins Feld geführt, damit sie sichgegenseitig beschäftigten und ausrieben. So hat sie, wie man mit einem beliebten Aus-drucke anihrrühmt, Alles abgenutzt, alle Parteien, alle Notabilitäten, so daß kein Sy-stem, kein Glaube, keine Doctrin, kein Ruf mehr in anerkannter Achtung steht. DieLegitimität, die Republik, die Monarchie mit republikanischen Institutionen, das Bür-gerkönigthum wie die Repräsentanten derselben, die Dyctrinäre, der Tiers-Parti, d erichtige Mitte, das Centrum wie die beiden Flügel und ihre Führer und Sprecher sindabgenutzt. In dem unglücklichen Spanien war man damit beschäftigt, Constitutionelleund Absolutisten, Liberale und Servile, Aberglauben und Glauben, Christinos und Car-listen sich gegenseitig abnutzen zu lassen. Sogar die nähere Verbindung mit England,aus der das-neue Königthum so großen Vortheil gezogen, ist abgenutzt, und was frühergedient hatte als tüchtiges Werkzeug, wird, wenn das Werk vollendet ist, als unbrauch-bar bei Seite geschoben. Auf diesem Wege ist in Frankreich so Vieles abgenutzt, daß manMühe haben dürste, Stoff zu finden, wenn man in die Lage käme, auch etwas benutzenzu wollen. Vielleicht hat die Verwaltung, die mit dem Abnntzen so geschäftig war, durchdieses Geschäft sich selbst am meisten abgenutzt. Man kann in der That ohne die düsterstenBesorgnisse nicht in die Zukunft sehen.

Au Denen, welche in dieser Zeit der allgemeinen Abnutzung die Würde ihres Charak-ters und des Amtes, mit dem sie bekleidet waren, am treuesten bewahrt haben, gehörtDupin. Als Präsident der Kammer behauptete er eine Achtung gebietende Haltung,was um so schwerer war, da die Kammer selbst ihr Ansehen und ihren Einfluß nicht im-mer zu wahren und geltend zu machen wußte.« Fast sollte man glauben, man habe sichauf dem Continente das Wort darauf gegeben, vor Allem die Kammern abzunutzen unddas Repcäsentativsystem verächtlich oder das Volk wenigstens gleichgültig gegen dasselbe zumachen. Napoleon meinte, dieses System sei Nichts als ein System des Betrugs undder Bestechung. Unter ihm war es etwas Anderes, wns es auch in andern Staaten garoft war und ist: ein System der Täuschung, ein Werkzeug der Gewalt, die durch dasselbewagen darf, was sie für sich nie wagen dürfte. Wenn in Frankreich die Wirksamkeit derKammer den billigsten Erwartungen so selten entspricht, dann ist das wohl auch eine Wir-kung des schlechten Wahlgesetzes, und daß, was dieses Gutes hat, durch gesetzwidrige Ein-wirkungen auf die Wahlen entstellt oder zerstört wird. Auch dem muthigsten Beob-achter muß sich die ängstliche Frage aufdringen, wohin dieser Zustand der Dinge führenwerde.

In Spanien ist diese Frage beantwortet. Frankreich ist ein kräftiger Staat miteinem braven Volke, wenn man es zu behandeln versteht. Die Regierung aber steht alsein wurzelloser Baum auf dem fruchtbaren Boden, aus dem er keine Nahrung zieht. Alles,was die Staatsklugheit im Innern bisher versucht, war, den Baum zu stützen und in sei-ner aufrechten Stellung zu erhalten. Das ist auch einem künstlichen Gleich - und Gegen-gewichtssystem gelungen und wird ihm gelingen, bis ein Sturm die Zweige und Aeste faßtund mit dem Stamme zu Boden wirst. Es ist eine gefährliche Täuschung, werzn manmit mechanischen Mitteln, mit dem tobten Buchstaben einer geschriebenen Verfassungund der Gesetze allein regieren zu können glaubt. Dieser unselige Glaube behandelt denStaat und die Gesellschaft als eine Maschine, in deren Getriebe man nur fest und sichereinzugceifen braucht, um sie ihrer Bestimmung gemäß zu leiten. Die Seele der Gesell-schaft aber ist Einsicht, Glaube, Sitte, Neigung, Vertrauen, überhaupt die geistigeund moralische Natur, der die physische sich unterordnet und unterordnen muß, und derBuchstabe dient dem Geiste. Die Polizei, mit allen ihren Künsten und Kniffen, thut esnicht, so wenig als das Gesetz mit Strenge, die Behörde mit ihrer Folgsamkeit, eineMehrheit in der Kammer, der die Mehrheit der Nation entgegen ist. Will man eine