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Dupin.
sondern können im Gegentheil höchst wohlthätig wirken, wie sich das auch in den Staatenzeigt, wo die Regierung die freie Bewegung ihrer Bürger und ihre Selbstständigkeit nichtfürchten zu müssen glaubt. Solche Verbindungen und Vereine sind gerade die Mittel derErhaltung eines kräftigen Staatslebens, und man kann sie nicht verbieten, ohne der Frei-heit des Bürgers und dem wahren Interesse des Staates zu nahe zu treten; daß der Zweckderselben mit dem Staatszwecke, mit dem öffentlichen Wöhle im Einklänge stehen muß,versteht sich von selbst. Es soll, es darf keinen Staat im Staate geben, das läßt sichnicht bestreiten. Ist aber ein Verein, der einen besonder» Zweck verfolgt, zur Erreichungdieses Zweckes die geeigneten Mittel und zwar aus dem Vereine selbst nimmt, ein Staat?Waren die Orden, Innungen, zahlreichen Körperschaften, Verbindungen, Vereine,welche sich die Verbreitung der Aufklärung, der Religion, den Schutz der Bedrückten, dieUnterstützung der Nothleidenden, die Vorbereitung und Sicherheit des Handels zur Auf-gabe gemacht hatten, Staaten im Staate? Dupin hat sich bei jeder Gelegenheit für dieUnabsetzbarkeit der Richter ausgesprochen: bilden die Gerichte, im Besitze dieses wichtigenVorrechts, bilden die Gemeinden, die eine freie Verwaltung ihres Gemeinwesens, dieseGrundbedingung aller wahren Freiheit und politischen Bildung haben, einen Staat imStaate? Ebenso verhalt es sich, wenn wir nicht irren, mit der Intervention, mit demEinmischen in die Angelegenheiten eines andern Staates. Allerdings kommt viel daraufan, ob diese Einmischung, die Mitwirkung, der Beistand von dem Staate, in dessen An-gelegenheiten man sich zu mischen gedenkt, angesprochen, verlangt worden ist. Aber auchohne dies kann man eine Intervention nicht unbedingt billigen oder verwerfen, rechtferti-gen oder tadeln. Haben die Staaten nicht ihre Sympathieen, ihre Wahlverwandtschaf-ten, ihre Kräfte der freundlichen Berührung oder feindlichen Abstoßung? Kann es einemStaate gleichgültig sein, ob ein anderer Staat, besonders wenn er ein Nachbarstaat ist,mit dem seinigen übereinstimmende Institutionen, Gesetze und Interessen hat? Ist esfür Frankreich dasselbe, wenn Spanien einem absoluten Herrscher, oder einem durchVerfassung und Kammern beschränkten Monarchen gehorcht? Wir sagen darum nicht,daß ein Staat das Recht habe, sich in die Angelegenheiten eines andern zu mischen, umdiesen sich selbst nachzubilden, seine Constitution mit der seinigen in Einklang zu bringenund die Aehnlichkeiten zu fördern, die eine freundliche Berührung erleichtern und eine ArtVerwandtschaft erzeugen, die sie Beide gleiche oder ähnliche Zwecke verfolgen läßt; aberjeder Staat wird es thun, wenn er das Recht dazu findet oder es ohne Gefahr und Nach-theil, auch bei bestrittenem Rechte, thun kann. Zwischen Staaten, Völkern und Regie-rungen wie zwischen Einzelnen wird das Gefühl der Liebe oder des Hasses, des Wohl-wollens oder der Feindschaft, der Zuneigung oder des Widerwillens, sich mehr oder weni-ger, offener oder verborgener wirksam zeigen, was uuch Stipulationen und Vorschriftendagegen oder dafür sagen und thun mögen. Was in der Natur gegründet ist, wird keinemenschliche Kunst, keine politische Klugheit aufheben; sie kann es nur entstellen oder ihmeine falsche Richtung geben.
Die Stellung Dupin's scheint seit den merkwürdigen neckischen Julitagen, seitder Vexirrevolution von 1830, weniger aufrecht und seine Haltung weniger fest und sicherzu sein. Auf dieselbe Weise beurtheilt man noch viele sonst achtbare Männer und thutihnen vielleicht Unrecht. Ihre Gestalt theilt natürlich die Färbung und das Licht des gan-zen Gemäldes, zu dem sie gehören. Es ist aber schwer, dieses Gemälde, das Frankreichdarstellen soll, treu und wahr zu erkennen und wiederzugeben, so wechseln die Figurenin dem flüchtigen, leichtfertigen Gaukelspiel, das sich das Ansehen von Ernst und Würdegiebt. Der innere und äußere Friede ward unter hundert Gefahren, die ihn bedrohten,erhalten. Das betriebsame Leben geht ungestört seinen nährenden Geschäften nach; dasEigenthum ist gesichert wie die Person, in wie weit das vorhandene Gesetz dafür zu sorgenhat, und der Verkehr und die Industrie machen ihre wenn auch nicht immer bedeutenden,doch hinlänglichen Vortheile, um von einem Tage zum andern zu bestehen. Der Könighat mit großer Klugheit die inncrn und äußern Angelegenheiten so geordnet und gestellt,daß er bei dem schlimmsten Spiele auf einen Treffer zählen kann und hier gewinnen muß,wenn er dort verliert. Mit bewundernswürdiger Festigkeit hat er den höhnenden Spott