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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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heit und, indem sie auf daS Leben zurückwirkt, und demselbenim Aeußern gegen die Mißgriffe sowohl als die Blend.werke jeder Art dienet, selbst als Mittel zu dem reli-giösen oder sittlichen Leben. So zeiget sich hier wiederumvorläufig mehr als Eine besondere Aufgabe für die Moral-und Religionsphilosophie.

Erhalten nun auch die WorteOffenbarung" und(was sich daran bekanntlich anschließt)Glaube" die reine,allgemeine oder universelle Bedeutung, welche unserer Wis-senschaft (der Philosophie als solcher und überhaupt) ange- iHort; dringt diese Bedeutung, durch mehrere Philosophenbereits eingeleitet, selbst im weitern Kulturkreise allmähligdurch, obwohl der positiven an ihrem Orte ganz unbescha-det: dann ergibt sich, als gleichbedeutend, soweitmit den zwey obigen, auch folgende Setzung: Offenba- srung, Glaube, Wissenschaft*). Und so erscheint nothwen-dig auch in der psychischen Menschenlehre der höchste Bil-dungsgang der Menschheit! Uebrigenö mag die ersteOrdnung oder Setzung (Ankündigung" rc.) auch in Be-zug auf die Wissenschaft füglich in einer Darstellung derallgemeinen Philosophie vorherrschen; und wenn das Ge-wissen in jener der Moralphilosophie vortritt, oder besonderszur Sprache kommt: so mag die Offenbarung in jener derNeligionsphilosophie denselben Rang behaupten.

Noch mehr! Wo es nur auf die subjektive Grund-legung ankommt: da kann, indem der Blick aufdaS Schönenach der Idee zurückfällt, eben sowohl das ästhetischeGefühl als das Wahrheitsgcfühl aufgeführt werden.Sehen wir da nicht wieder ein Wahres an der neuernVorstellung, welche die Ethik in das Gebiet der Aesthetikverpflanzen wollte, so wie an dem neuern Aussprüche:

') M. vgl. die BeiträgeZum Besten der deutsche» Kritik undPhilosophie." S. 430 u. w., mit Rücksicht auf dieErläut. e.Hauptp. d. Philos." S. 2Y8. u. w.