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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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folglich der Mensch nicht bloß dem wüthenden Thiere, son-dern jenem bösen Geiste, den die Sprache des Lebens Sa-tan nennt, zu vergleichen ist: der Fanatiker, der wenig-stens kein bloßer Phantast genannt werden kann! —: dieErde ist mit der Hölle verbunden.

Enthusiasmus und Fanatismus bilden daher einen ebenso auffallenden als trennenden Gegensatz. Und ein Schlim-mes oder Zweydeutiges, welches da bekanntlich dem Worte„Enthusiast" sich angehangt hat, darf unS eben so wenigstören, als der Spott, womit der Klügling, Weitling u.s.f.über den Enthusiasmus oder die Begeisterung abspricht.Letzterer bezieht sich übrigens *) auf jede Erscheinung deSGöttlichen im Reiche der Menschheit; daher die bekannten Zu-sätze: Enthusiasmus für die Religion, die Tugend, das Recht,das Vaterland (in solcher Beziehung auf di« Menschheit)u. s. w. Das Pleonastische aber: ein „schöner, reiner, edler"u. dgl. Enthusiasmus,' dient der Sache nicht minder, undist wenigstens im populären oder praktischen Vortrage wohlzu dulden. Uebrigens können noch, abwohl nur als an-thropologische Erscheinungen, drcy Arten VeS Fanatismusbemerkt werden:' 1 ) der religiöse, welcher laut so vie-ler Zeugnisse den Andersdenkenden mordete; 2) der p o-lirische, welcher z. B. in der wildesten Zeit der franzö-sischen Revolution wüthcte, wo eben die rechtliche Formso, wie dort die religiöse, mißdeutet und mißbraucht wurde;und 3) der philosophische**), welcher auf deutschemBoden, wie bekannt, in der neuern Zeit, besonders her-vorging, vernichtend oder „annihilirend" einen Jeglichen,

*) Die bekannte Ableitung von dem Griechischen dient, nach Höhe-Deutung, wohl der Sache, worauf es hier ankommt.

*") Nämlich in historischer Hinsicht! Denn bei, einem Blick aufdie Sache muß ja bengesetzt werden: oder vielmehr der unphi-losophische ,c.

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