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ganz ausgezeichnete Hinneigung jener zu dieser: selbst die„göttliche Grobheit" konnte nicht abschrecken, zumal wennsie einen sogenannten Gegner des ChristenthumS (wennauch z. B. einen Zacobi) traf. — Jedoch wir gehen weiter.
Die Kenntniß von dieser Beschaffenheit deS menschli-chen Verstandes, also diese Kenntniß der menschlichen Na-tur , scheint nun besonders wichtig
1) in Bezug auf das eigene Selbst, damit, ver-möge der Sclbstkenntniß in dieser Hinsicht, um so eher dieDemuth und hiemit die Bescheidenheit auf der einen SeiteStatt finde, und auf der anderen Seite nicht die Muth-losigkeit eintrete, oder die nöthige und dann auch schöneGeduld, welche der Mensch auch da mit der menschlichenSchwachheit in oder an sich haben muß, nicht mangle,wenn z. B. trotz dem kräftigen deutschen Worte (was dieMacht des Willens über den Verstand so treffend bezeich-net): „sich den Gedanken ausschlagen", — der ausgeschla-gene doch wieder kommt, nach jenem Verbände der Denk-kraft mit Gedachtniß und Phantasie, oder wenn eine posi-tive Meynung in Absicht deS Religiösen mit den Nervenund Fiebern selbst dergestalt verwachsen ist, daß z. B. wäh-rend des Eintritts in einen Kreis Andersdenkender einederselben entsprechende, mechanisch befestigte Scheu u. s. w.sich wohl fühlbar reget, und dann selbst jener vorgefaßteBegriff gegen die „Andersglaubenden" (?) wieder nach-schieben möchte, — und
2) in Bezug auf den Mitmenschen, zum Behufss) einer humanen, gerechten und billigen Beurtheilung,z. B. im Falle eines Widerspruchs, der vielleicht ganz wieEigensinn aussieht, und b) einer zweckmäßigen Behandlung,wie da ein Mensch auf den anderen auch in dieser Hinsichtbildend einwirken soll. Die religiöse Aufklärung fordertdaher insbesondere ganz eigene Maßregeln. Und selbst dieWissenschaft unter dem Gesetze der Fortbildung und so alsdie Hervorbringung Mehrerer betrachtet, hat da ihre ei-gene Aufgabe, wie nämlich zu diesem Zweck eine gegensei-