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menwirkt, hat diese Macht der Psyche entscheidenden Ein,fiuß. Daher, wie die menschenfreundlichen, so auchdir keuschen Träume, und zwar so wie die Keuschheitnicht die Liebe (heiße sie auch die Geschlechtsliebe), wohl aberdie Wollust als bestimmenden Grund gänzlich ausschließt!Und wie der Verstand sonst im Dienste des Göttlichen wirkt,angeregt in solcher Verbindung mit der Phantasie: so er,geben sich da, mit diesen Bildern, auch lichtere Blicke indie Zukunft, indem sich das Höchste der Menschheit, weithinausreichend über die Zeit und zunächst über diese Ge-genwart, lebendiger darstellt. Daher auch, wenn manwill, eine gültige „Symbolik des Traums". Aber daß jahiebey der Grundbegriff, welchen die Ethik oder Moral-philosophie aufstellt, nicht auö den Augen gesetzt werde!Sonst entsteht die Schwarmerey, die Phantasterey, undselbst die gröbere Verirrung.
Auch indirekter Weise zeigt sich die Macht des Göttli,chen im Menschen bey den Gebilden der Phantasie, selbstin dem Wahnsinne, welchen das plötzlich und mächtig er,wachende Gewissen noch in seinem Nachklange begleitet.Dies zeigte sich z. B. an der Wahnsinnigen, die, sich füreine Kindsmörderin haltend oder wähnend, die Verzweiflungund die Wahrheit dessen, waS sie in der That (faktisch)nicht war, in den sprechendsten Zügen darstellte, wohl abernach sichern Anzeigen früherhin nicht keusch gelebt hatte,ohne jemals Mutter geworden zu seyn *).
Wie das Gedächtniß insbesondere unter der Machtdes Mechanismus steht: so entscheidet über dasselbe vor-nehmlich die Uebung. Allein in der Uebung selbst offen-bart sich die höhere Macht des Geistes; und der Mecha,nismus selbst wird dann, mittelbar, dem Göttlichen dienst,
>) Aus derselben Zeitschrift, wo, außer den zwey berührten, nocheinige sehr interessante Mittheilungen dieser Art — von demHrn. Dir. u. Akad. v. Weillcr — befindlich sind.