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allein verloren ward selbiges durch einen Schlag an denKopf, sondern auch wieder gewonnen durch einen anderenSchlag. Selbst das Gedächtniß, das schnell aufnimmt,aber bald wieder fahren läßt, und daS andere, das schwerund langsam aufnimmt, aber desto länger behält, so wieder bleibende Jugend-Eindruck, wahrend daö Spatere,wenn auch Stärkere, wiederum erlischt, spricht für solcheAbhängigkeit.
Wie nun mit dem Gedächtnisse die Phantasie welchedie „reproduktive" heißt, zusammenhängt: so können da al-lerdings gar wunderliche und fast wunderbare Natur-Spielezum Vorschein kommen. Selbst in einem krankhaften Zu-stande kann der physische Theil, womit das Gedächtnißverknüpft ist, so erhöht oder gereizt werden, daß der Kran-ke, indem er phantasirt, ohne Bewußtseyn vermag, was derGesunde nimmermehr, wachend oder auch träumend, ver-möchte. So redete die kranke Magd („in ckelirio") grie-chisch: sie sagte mehrere Verse aus dem Homer ganz rich-tig her; aber gesund konnte sie, weder nach der Krankheitnoch vor derselben, ein griechisches Wort Vorbringen. —Diese Person hatte nämlich öfters in einem Zimmer zu derZeit, wo dem Sohne des HauscS Unterricht im Griechischengegeben wurde, bey einem häuslichen Geschäft eine Weilesich aufgehalten. *)
Aber auch der gesunde, wachende und besonnene Menschkann sich dem Einflüsse der Phantasie in solcher Verbindungmit dem Gedächtnisse nicht ganz entziehen. Der neue Ein-druck, wenn ein verwandter sich vorher eingcfunden, wirktnach einem Gesetze der Natur: beyde, Phantasie und Ge-dächtniß, sa die Denkkraft selbst wird (gleich einer Natur-kraft) in Thätigkeit gesetzt. So entsteht die gesellschaftliche
') Aus der „Eos"; einer Zeitschrift, welche vom Herrn Prä-sidenten v. Mann herauSgegeben ward.
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