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Dazu kommt, daß auch der Verstand unter dem Ge«setze des Mechanismus steht. Abhängig von den Ner-ven, Organen re. in seiner Thätigkeit, und seinem Werthenach mit den sinnlichen Dingen auf Einer Linie stehend,erscheint derselbe bildsam und stimmbar gleich der physischenKraft. Auf seinem früheren und späteren Bildungöwegeunterliegt er stetö, wenn auch mehr oder weniger, demEindrücke von Außen. Und waö in denselben früh einge-senkt worden ist, waö lange und stark, vermöge einer wie-derholten Einpragung und bey solchem Verbände mit demOrganismus, eingewirkt hat: das sitzet nun fest, das wurzeltmechanisch. Daher die Macht des Vorurtheilö als solchen,deö „Eingewurzelten" dieser Art; daher, wenn die Vorstel-lung fortgeht in dieser Richtung, und immer tiefer sich ein-senkt,*) — der Wahnbegriff und selbst „die fixe Idee"(Idee?), die, erst eine theilweise Krankheit des Denkgei-stes, selbst zum gänzlichen Wahnsinn, Wahnwitz u. s. f. **)erwachsen kann.
Auf diese Macht der Gewohnheit oder Angewöh-nung (consuetuäo est altera natura) hat daS Götzenthumjeder Art, zu jeder Zeit und an jedem Orte, gebaut. Zadiese Macht hat von jeher dem Pfaffenthume,wie solches von der Kirche und Geistlichkeit wesentlich ver-schieden ist, zuvörderst und vornehmlich gedient.Wie auf diesen Grund die Besonderheiten, die man fürHeiliges („ Heiligthümer") re. ausgibt, gebaut sind: soverwachsen sie wohl selbst mit dem Gewissen. Und wo sieeinmal damit verwachsen sind; da ist natürlich der Verstand,wie er als Organ der Vernunft eintreten sollte, gebunden:
„Opinis, quae inseäit stgus inveceravit."
Oice ro.
") „Unsinnigkeit, Wahnsinn, Wahnwitz, Aberwitz,anieima, cleuiemis, inssnia, vesanla."
Kant.
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