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Aber auch hiebey offenbart sich die höhere Macht desGeistes, die Oberherrschaft der Psyche; 1) der Affekt, wel-cher als Natursache betrachtet, schmelzend heißen mag, z.B.die Reue oder Scham, erscheint in der Folge als rüstig;denn die achte Neue oder die moralische Scham gewahrtneue Kraft und Stärke, ob sie gleich zunächst eine Be«schränkung oder ein Zurücktrcten der Kräfte mit sich bringt;und 2) der Affekt, welcher als Natursache betrachtet, rüstigerscheint, zeiget in der Folge Mangel an Kraft und Starke,wenn er nicht auf den ächten, menschenwürdigen Grundgestützt ist, z.B. die „Bravour", der Schwung physischerKraft bloß im Gefolge der Uebung und deS Ehrgeizes. Ja,wo das baare Gegentheil jener Grundlage waltet, währendauf der physischen Seite selbst eine ausgezeichnete Kraft zumVorschein kommt: da ist dieses Rüstige selbst nur scheinbar;eine Erscheinung bis zu einem gewissen Zeitpunkte! Dannfolget desto größere Kraftlosigkeit. So erscheint insbeson-dere die Rache eines sonst kräftigen und ausgezeichnetenMenschen. Also wenn das Göttliche fehlt, so beharretnichts Anderes im Reiche der Menschheit. Denn vomGöttlichen, wie es subjektiv (als ächter Geist) eintritt, isthier die Rede. Es kann ohne dasselbe Nichts beharren,weil es, zuvörderst objektiv betrachtet, das erste Reale ist.Und auch indirekter Weise, d. i. durch die zerstörenden Fol-gen des Gegentheils, zeigt und bewährt dasselbe seineOberherrschaft.
Was man ferner, in der Angemessenheit zu jener Lehrevon den Temperamenten, den leichten, unruhigen,tiefen und ruhigen Sinn genannt hat: dies mag aller-dings zunächst als eine hervorstechende Naturvcrschiedenheitselbst im Menschenreich aufgezrigt werden. Aber dabey istwohl zu bemerken, daß e>) diese Besonderheiten jenes Ge-meinschaftliche, welches den Menschen zuvörderst objektivvon dem bloßen Naturdinge jeder Art unterscheidet, nichtaufheben können, und k) wie viel auch darüber, indem derMensch als subjektives Wesen eintritt, daö Göttliche und