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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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seinen unentwickelten, besinnungslosen (! ) Lebendigkeiten.Darum vermag der Mensch zu herrschen auf der Erde,nur wenn sein Gedanke befreundet und einig ist dem Er-denleben, und von den dunkeln Trieben (!?) desselbenselbst erzeugt." Wem erklingt da nicht die ZdentitätSlehrewieder, nach der letzten Erklärung ihres Meisters: das Ob-jekt Physis als Grund, und das Subjekt im logischenSinne aufsteigend auf diesem Grunde!

Betrachtet man die Affekte auf der Natur feite al-lein oder besonders; so ergibt sich die Eintheilung derselbenin die schmelzenden und rüstigen oder, wenn manlieber will, in die beschrankenden und entbindenden. Zuden erstem rechnete man Betrübniß, Furcht, Abscheu, Er-staunen u. s. f., und zu den letzteren Freude, Trost, Hoff-nung, Muth, Bewunderung u. dgl. Von dieser Seite wirddie Empfänglichkeit für die Affekte durch dasTempera-ment" vornehmlich bestimmt. So weit, aber nur so weit,kommen hier die sogenannten Temperamente in Be-trachtung, indem wir die Lehre davon theils derPhysio-logie des Menschen" theils der empirischen Psychologieüberlassen. Und bedenken wir nun das leichtblütige, daSwarmblütige, das schwerblütige und das kaltblütige *) Tem-perament; so erhellet leicht, mit welchem der rüstige oderentbindende, und mit welchem der beschränkende oder schmel-zende Affekt verbunden seyn möge. **)

*) t) Für das sanguinische haben wir auch daSkindliche oderfranzösische", 2) für das cholerische daSjugendliche oder ita-lienische", Z) für das melancholische das männliche oderbritkische", und 4) für das phlegmatische dasgreisliche oder(!) deutsche." Aber wie viel Unbestimmtheit in der Sache, trotzdem ,,L potiorl Lt cienominaiio!"

") Kant und Carus haben auch um diese Lehre ein ausgezeichne-tes Verdienst.