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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
Entstehung
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237
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Hier nun, wo Empfindung, Trieb und Begierde imAffekte dergestalt Zusammentreffen, ist allerdings die Le,bendig kert, und zwar in höherem Maße. Allein gleich»wie nicht schlechthin Ein Leben im Menschen, so darf aucheben nicht Eine und dieselbe Lebendigkeit gesetzt und ausge-stellt werden. Und wie erscheint dieLebendigkeit" im letz-teren Falle? Oder welche Lebendigkeit kommt da vor, vonder psychischen Seite und, besonders in der Folge, auf derphysischen?! Die poetische Nede von dem ,,Urleben"reicht da nicht zu, und kann (selbst bey dem Bessern undSchonern, was etwa sonst nebenher vorkommt) bald denMaterialismus bald den Widerspruch keineswegs bergen.Ein Beyspiel aus der neuesten Zeit;Der Mensch, er,der Sohn der Erde (?), kann sich nicht losreißen vondem mütterlichen (!) Boden, und sich dessen als einesfremden bemächtigen, da er vielmehr sein Leben und seineLebenskraft nur aus und in ihm (?!) hat. Er ist dem-nach demselben zugeekgnet; aber nicht als Sklave, sondernals Sohn, als freyer Sohn, in dem das Erdenlcbenselbst ein neues, lichtgewordenes Leben lebt. Als solcherherrscht er über die andern Lebendigen der Erde, weil inihnen das Leben nicht frey wurde, weil sie der Erde skla-visch zugethan sind. Er herrscht über sie nicht jo, alswenn er über ihr irdisches Leben als ein ihm fremdes Ge-walt hätte; sondern weil sie in seinem Leben wie in demErdenleben da sein Leben das freye und lichtgewordeneErdenlcben selbst ist befasset sind. Damit ist klar,daß nicht eigentlich (!) der Mensch das Leben der Erdebeherrscht, daß vielmehr das im Menschen sich in sichselbst zurückfaffende (!!), zum Selbstbewußtseyn (?) ge-langende Leben der Erde sich selbst durch ihn beherrscht*),das zum Selbstbewußtseyn gelangende, wie es ist in

) Auch so liefert die Idealist!! ein Seikenstück zu der Mystik:Wenn der Mensch gut handelt, so handelt eigentlich (!) nichter, sondern Gott in ihm."