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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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gefühl Vordringen, jene Empfindung der Lust schwächen undverschlingen. Allein im Fortgange der Zeit erwächst geradeaus diesem Siege des Göttlichen eine desto größere und an-haltendere Freude. Daher die Seligkeit, wie solche vonder Seele, bey jener Stimmung, ausgeht. Die Natur istauch insofern, als sie erfreuen oder beglücken kann, derVernunft unterworfen, nicht schlechthin, nicht im Kreiseder Gegenwart und von jeder Seite, wohl aber im Fort-schritte der Zeit und hiemit im Universum. So behauptetdas Göttliche wieder seine Oberherrschaft im Lande derMenschheit. Wohl gibt es übrigens eine höhere Anregung,die von dem Gefühle selbst, in dessen Verbindung mit derSittlichkeit sowohl als mit der Religion, vorausgesetzt wird.Auch diese Anregung ist Keinem, der zum Studium derPhilosophie herankommt, ganz unbekannt, heiße sie dannOffenbarung oder Gewissen. Zn der Moral- und Neli-gionöphilosophie wird dieselbe besonders zur Sprache kom-men. So weit können und müssen wir sie voraussetzen,soll anders nicht der Gegenstand dieser Wissenschaften mitjenem der Psychologie vermischt werden.

Indem wir nun unserm Gegenstand folgen, führt nnSdie Affektion zu dem Affekte.

2 .

Die Erregungen des GemüthS (Affekte).Trieb und Äegierde.

Heißt die Affektion Anregung, so nennen wir denAffekt Erregung oder ein Erregtseyn des GemüthS. DerAffekt setzt demnach die Affektion voraus.

Diese Errregung schließt einen gewissen Grad derStarke und Lebhaftigkeit in sich. Und damit ist ein Ue-berraschendeS, Plötzliches, AufwallendeS oder gar Aufbrau-sendes verbunden. Za die Ueberraschung, der plötzliche oderschnell wirkende Eindruck und die entsprechende Erregungvon der physischen Seite, kann so stark seyn, daß selbst