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Ii'cheS Wort, oder eine niedrige, deS Menschen unwürdigeRede (zumal die wildere Zotte) das Ohr trifft. Das Er»quickende oder Abstoßende, welches da von dem psychischenGrunde herrührt, wird in diesem physischen Theile selbstempfunden. Im ersten Falle lebt ein Wohlgefühl darin.Und im andern Falle fühlt man — vorausgesetzt wiederdie würdige Stimmung — sein Ohr gleichsam entweiht undverunreinigt! es entsteht ein Trieb, das Organ zu reinigen,gerade wie man dort, nach solchem Eindrücke, wohl auchdie Augen auswischt.
e) Selbst der Geschmack, als Sinnorgan be-trachtet, wird unverkennbar durch solchen Eindruck des Gei-stes bestimmt, indem z. B. eine Zotte oder ein feindlichesWort auch dem, welchen dasselbe persönlich keineswegs an-geht, „den Appetit verderbt", wie anziehend auch dasPhysische, was da vorliegt, für den Sinn oder das Organals solches scyn mag. Und wie viel reichlicher sowohl alsschöner ist im entgegengesetzten Falle selbst der physischeGenuß I Nämlich in dieser Hinsicht auf das Organ, —nicht auf den physischen Stoff. So weit bestimmt die Psy-che selbst den Geschmack.
ä) Auch der Geruch oder Geruchssinn steht unterdiesem Einflüsse des Geistes. Wie abstoßend auch z. B. dieAusdünstung am Krankenbette eines geliebten Freundesseyn mag: die warme, herzliche Theilnahme bindet gleich-sam diesen Sinn, hemmt die Natur, und hebet soweit selbstdas Gesetz ihrer Wirksamkeit auf. Ja, so wie der theil»nehmende Blick auf dem Kranken ruht, so wie ihm dieserund jener Dienst der Liebe geleistet ist: so kommt jenesAbstoßende, das vielleicht beym ersten Eintritte mächtig zu-rückstieß, gar nicht mehr zum Bcwußtseyn, wirket gleich dieNatur nach ihrem Gesetze fort. So weit ist selbst die Em-pfindung aufgehoben. Und dieser mächtige Einfluß der Psycheergibt sich so bald, daß von einer Angewöhnung oder Ab-stumpfung des Sinnes, gegen unsere Ansicht, keine Redeseyn kann. — Und: