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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Thun zusammenhangt, und daher besonders dieThaten"in das Aeußere fallen. Wer könnte noch diesen Sprachge-brauch aufheben oder abandern? Wird übrigens dieFreyheit dergestalt, als Lebensvermögen' an die Spitze ge-stellt; so ist hiebey die Vernunft und, in Verbindung da-mit, das Gefühlsvermögen stets vorausgesetzt, also dieFreyheit von der Vernunft keineswegs getrennt: und wiesonach der Quell des Lebens, nach der Zdee, in derVernunft erkannt oder, wenn man lieber will, erschautwerden könne, folget schon aus dem vorhin Gesagten. Re-det man aber auf solche Art von der meuschlichen Ver-nunft; so ist, nach unserer Ansicht, auch eine reale Verbin-dung der Menschheit mit der Gottheit stets vorausgesetzt,also keineswegs gelaugnet; die idealische Gültigkeit jenerRede:Gott ist das Leben", und somit der Quell des Le-bens in Absicht auf die subjektive Menschheit. Aber eineMenschenlehre (Anthoegologie) muß, als solche, von derMenschheit zunächst oder wissenschaftlich ausgehen ; und in-dem wir von der objektiven Menschheit zur subjektiven fort-gehen, ergibt sich in der Angemessenheit zur menschlichenNatur (zum Wesen der Menschen in seiner Entwickelung),also mit Gültigkeit jene wissenschaftliche Fortbildung:der Fortgang von dem Vermögen zu den Kräften und da-von zu deren Hervorbringungen; wo dann, wie der Willeals die erste oder oberste Kraft, so das Leben als die ersteHervorbringung des Menschen (Subjekts) erscheinet.

WaS dann auch von Seite anderer Kräfte und zu-nächst der formalen hinzukommen mag, und zwar so, daßauch diese Kräfte zum Wesen des Menschenlebens in sei-nem ganzen Umfange gezählt werden müssen: dies Allesist doch nur ein Hinzukommendes; und die eigent-liche Lebenskraft des Menschen muß immerhin der Willegenannt werden. So kommen dem Leben nur Beywortezu, welche von dem Willen ausgehen: dasselbe heißt gutoder böse, da eben dem Willen nach seiner Bestimmmungdas Gute angehört, wie dem Verstände daö Wahre, und