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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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dem psychischen und physischen, ja so muß jenes ans diesenbeyden zusammengesetzt (konstruirt) werden; und dieses wis-senschaftliche Verfahren beruhet demnach auf gutem, objek-tiv-gültigen Grunde. Immer geht diese Gültigkeit und derentscheidende Grund, in solcher Rede vom Menschen, her-vor im Gegensatz mit jener Grundansicht, die nur EineSubstanz, wie nur Ein Objekt, setzet oder annimmt: dasPhysische. So nimmt dieselbe natürlich auch nur Ein Le-ben an, obwohl, indem sie dasselbe steigert, verschiedeneGestalten des Einen, was man vielleicht Allleben oderIlniversalleben nennt. Nur eine poetische oder gemüthlicheZugabe, indem das Eine --- Gott in Allem gescheint (an-gebetet) wird, gibt noch einem besseren Sinn: aber nurdem Gemüthe, der Gesinnung, nicht der Wissenschaft oderdem Kopfe, kann auch diese mildere Auslegung zu Gutekommen. Denn was erfolgt in Betreff desGeistes - oderSeelenlebens" sowohl, al» des Göttlichen und der Unsterb-lichkeit, sobald die Folgerichtigkeit oder die wissenschaftlicheBestimmung wieder eintritt ?!

Sehen wir auf die Idee zurück; so können und müssenwir allerdings auch das Leben von dem Absoluten, aberdem ersten Realen, ableiten. Der idealistische Ausspruch:das Leben und das Absolute sind Eins oder identisch",zeiget nach dieser Ansicht ein Wahres. Wie aber dem er-sten Realen das zweyte, so schließet dem Absoluten das Re-lative sich an: deßhalb erscheinet das Leben nothwendig ineiner Doppelgestalt; und es ist da nicht bloß eine andereGestaltung wie dort; sondern das geistige und physische Le-ben sind wesentlich (d. h. nicht bloß dem Grade und so derForm oder Gestalt nach) verschieden. Nur das geistige Le-ben, welches unbeschrankt, und Dasjenige, welches zwar auchgeistig in diesem Sinne, aber zugleich beschrankt ist, un-terscheiden sich bloß dem Grade nach, und sind folglich (soweit) dem Wesen nach ganz Eines. Diese wissenschaftlicheBestimmung geht, wie man sieht, zurück auf jene, der zu-folge zwischen dem Urgeiste und dem Geiste Eben, oder