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das Wort Denkkraft. Die Folgerichtigkeit spricht allerdingsdafür, daß, wie das Erkenntnißvermögen, so auch die Er-kennt« ißkraft aufgestellt, — also diese nach jenem, wie sonstdie Kraft nach dem Vermögen, aufgcführt, auf gleicheArt abgetheilt, und folglich die metaphysische Erkenntmß-kraft aus Vernunft und Verstand als — Kräften, so wiedie physische Erkenntnißkraft aus Sinn und Verstand, zu-sammengesetzt werde. Noch ist indeß, meines Wissend, we-der die höhere und niedere, noch die metaphysische und phy-sische Erkenntnißkraft vorgekommen, trotz dem „höhern undniedern Erkenntnißvermögen", so wie der „empirischen undrationalen Erkenntniß."
Ein Gegenstück findet sich bey der Phantasie: die Ein-bildungskraft ist entschieden, aber — ohne das Ein-bildungsvermögen, obwohl auch jenem Worte Etwasentgegensteht! die Einbildung und zumal die Einbildungen---Wahn, Täuschung (Selbsttäuschung), Vorspiegelung die-ser Art, Visionen (Gesichte dieser Art) und sogar Traume-rey; wogegen freylich die neuere Einbildung des Göttlichenin das Natürliche" nicht wenig absticht, vorausgesetzt, daßkein bloßes, ästhetisches oder romantisches, Spiel vorging.Wie entschieden sind dagegen das Erinnerungsvermö-gen und die Erinnerungskraft, so wie diese dieDenkkraft, in Absicht auf das Gedächtniß, vorauSseßt!
Von welcher Kraft gehet nun diejenige Wirklichkeitaus, die jeder anderen zum Grunde liegt, die einfacher alsdie Erkenntniß, dann aber auch umfassender ist? Geht dasLeben von der realen oder formalen Kraft aus? Und wel-ches ist die eigentliche Lebenskraft deS Menschen?
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DaS Leben.
Man hat das Leben überhaupt Kraftaußerung ge-nannt. Daß nicht das Vermögen, sondern die Kraft das-jenige sey, was vor dem Leben zunächst aufgestellt werdenmuß, folget aus dem Gesagten. Aber Kraftäußerung kann