Hinweisung auf die Moralphilosophie hier nicht am unrech,ten Orte, wenn je die Psychologie der Ethik zunächst Vor-arbeiten soll.
Aber könnte wohl, nach unser» zwey Grundsehungen,auch die Kraft in die reale und formale, und erstenin die geistige und physische — oder bestimmter: indie moralische und physische — abgetheilt werden?So auffallend als neu möchte allerdings diese Abtheilungscheinen und seyn. Zndcß, was fordert die Folgerichtig-keit? Die Denkkraft (der Verstand so betrachtet) heißtmit gutem Grunde die formale Kraft, indem er zur Bear-beitung oder Gestaltung irgend einer Sache (aä rem tor-manclem) bestimmt ist. Der Verstand — formale Kraftentspricht sonach der Verstandes - oder Denklehre (Logik)— formalen Wissenschaft. Und neben dieser Kraft erscheintohne Zweifel die Naturkraft als eine reale. Liegt abernicht alles Reale in der Natur, und ist der Wille von demVerstände sowohl als von der Natur (chus-rc) wesentlichverschieden; so muß auch der Wille oder, wie man nochzuweilen pleonastisch sagt, die Willenskraft, eine reale undzwar die erste reale Kraft genannt werden, geradewie die Frey heit im besagten, innern Verbände mit derVernunft (wovon, im Menschen, das Gefühlsvermögennicht trennbar ist) das erste reale Vermögen, in Ver-gleich mit dem Naturvermögen — Vermögen der (bloßen)Wirksamkeit. Und so gehet der Wille hervor alö diejenigeKraft, welche zur Realisirung deS Uebersinnlichen, inner-lich und äußerlich, im ganzen Umfange eines subjektivenmenschlichen SeynS, und somit auch zur entsprechenden
diese Erfahrung nicht zugleich besonders denkwürdig in Be-treff der Jdentitätslehre und in Rücksicht auf den Gang derdeutschen Wissenschaft als Philosophie?