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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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206
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und zwar im vollen Ernste der Wissenschaft, zu verwech-seln, zu verkehren, oder, nachdem er auch Willen undVerstand füridentisch" erklärt hatte, zu behaupten, mankönne den Begriff eben sowohl gut als wahr rc. nennen;ES ist Alles Eins!" Folgerichtig war, wie man sieht,diese Behauptung. Aber wohin sodann eben die Folge-richtigkeit führe, sieht man ohne Zweifel nicht weniger, ist«ö anders der Wissenschaft erlaubt, dieselbe ganz auszu-sprechen. Und kein wilderes Urtheil gebührt einer gewisseZweifeley, die, selbst mit der Miene eines spekulativenErnstes, den Satz aufstellt:Wir wissen nicht, was derGeist an sich ist; wie können wir über die Kräfte dessel.hen etwas Gewisses aussagen?" Wenn übrigens dasWortVerstand" bald das Denkvermögen, bald dieDenkkraft bezeichnet, so muß, wo die Bedeutung nichtausdrücklich angegeben ist, aus dem Zusammenhang erkanntwerden, ob gerade die eine oder die andere gelten solle.

Daß man aber wissenschaftlich nicht sagen könne;Die Vermögen oder (!) Kräfte des Geistes", und daß auchdie Nede von den Ur- oder Grundkräften d. G. sowenig gültig sey als jene von den Ur« oder Grundtrie-ben (als einem Ersten, Angebornen), trotz jedem Scheineoder Schalle von Wissenschaftlichkeit und insbesondere vonTiefe, von wissenschaftlicher Gründlichkeit, da solche Nedeso mächtig, so oft erschollen ist und noch erschallet: dießerhellet, wie ich hoffe, schon auS dem Vorhergehenden, undbedarf keineswegs noch eines besonder» oder eigenen Bewei-ses. Zndeß mag noch hinzugesetzt werden: wer wagt es, demneugebornen Menschenwesen schon, oder dem wahnsinnig-gewordenen noch Gewissen und Willen zuzuschreiben, in-deß man solchen Wesen Vernunft und Freyheit, den Grund-charakter der Menschheit im besagten Unterschiede, keines-wegs abspricht, ist man anders nicht materialistisch ge-stimmt?! Was nun von dem Willen gültig ist, das muß