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DaS menschliche Herz kann weder als Substanz wiedas Gemüth, noch als Kraft wie der Wille aufgefaßt wer-den, ist eö gleich mit beyden besonders verwandt. DreyBedeutungen sind wohl zu unterscheiden: l. die physio-logische, wo der Mensch das Herz mit dem Thier« ge-mein hat, wie denn der Arzt auch in Betreff deö Menschenz. B. von der Herzkrankheit sowohl als von der Brustkrank-heit redet; 2. die psychologische, wo das Herz eineMittelsphäre des Psychischen und Physischen genannt wer-den mag, wo eben die Verwandtschaft des Herzens mitdem Gemüthe besonders hervorgeht, indem das Gefühls-vermögen in seiner Verbindung mit dem Empfindungsver-mögen erscheint, da eben das Gefühl zur Empfindung fort-gehen, und diese hinwieder zum Gefühl erhöht werden soll:wo sich eben das Herz noch mehr als das Gemüth auf diesubjektive Menschheit bezieht; und 3. die ethische oder,wenn das Wort erlaubt ist, moralphilosophische, wovor Allem der Wille, die erste psychische Kraft, dann aberauch ein Physisches in Betrachtung kommt: Unter diesemGesichtspunkte verbindet sich mit der ethischen Ansicht diepsychologische: diese kommt dann zu jener. Daher z. B.das gute Herz-^: guter Wille. Sagt man aber: ein wei-ches oder ein hartes Herz; so dringt die psychologische An-sicht vor: ob diese Weichheit auch Sittlichkeit oder das Ge-gentheil, und diese Härte selbst auch Unsittjichkeit sey, istda noch unentschieden. Selbst eine natürliche Verschieden-heit, eine individuelle Besonderheit kann da, nach jenemVerbände, zunächst Vorkommen. Mit einem Hinblicke aufdie subjektive Menschheit kann das menschliche Herz dannauch der unbestimmte Sitz der Empfindungen genanntwerden. Und bey dem Rückblicke auf jene Verknüpfungdes Gefühlsvermögens mit dem Empfindungsvermögen magdann auch von der Kultur des Herzens besonders dieNede seyn: die Empfänglichkeit für die Eindrücke deS Hö-her«, Göttlichen, soll erhöht werden. Wohl gültig erscheintsonach die Empfindsamkeit (Sentimentalität), zumal im Ge-