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Gewissen oder tinnere) Offenbarung ein. Aber das Ge-wissen kann darum noch keine Kraft heißen, eben weil dieHandlung als solche nicht dadurch gesetzt oder zu Standegebracht wird. Wohl aber kann dasselbe, wie die Vernunst-stimme ( — Ankündigung des Göttlichen), so auch einegöttliche Macht genannt werden, nicht allein nach derHandlung, wenn eS zumal bestrafend eintritt; sondern auchvor derselben, zumal wenn oder wie eö gerade zum Gutenund Besseren mächtig antreibt. So unterscheidet sich daSGewissen wesentlich von der Vorstellung und Erkcnnlniß,wie oder wiefern diese und jene eine Hervorbringung dermenschlichen Denkkraft ist. Und wenn selbst ein sonst wohl-verdienter Schriftsteller (Neinhold) das Gewissen Wahr-heitögefühl nannte, indem er dasselbe zugleich bloß vor dersubjektiven Thätigkeit auffaßte, wie es ehedem so häufignach derselben aufgefaßt, und selbst mit einem „Urtheile",mit einer Hervorbringung des denkenden Subjekts verwech-selt wurde: so dürfte sich dagegen mehr als Ein Wider-spruch erheben. Ist nicht das Gefühl schon ein Subjekti-ves? Und gehört nicht die Wahrheit, sobald dieses Wortbesonders gebraucht und hervorgehoben wird, der Wissen-schaft an, während das Gewissen, wie die Handlung, alssolches dem Leben angehört? Soweit erklinget da wiederein Nachschlag des besagten Intellektualismus. — Und: 2)Obgleich das Gefühl, von dem Gefühlövermögen wohl un-terschieden, schon in die Wirklichkeit tritt, und daher nichteinmal ein Objektives wie das Gewissen ist; obgleich insbe-sondere gegen die neue Behauptung: „Gefühl ist für daSÜbersinnliche, was die Empfindung für daö Sinnliche,—Organ, Medium", die Einrede statt findet: „aber beruhtdenn das Gefühl wie die Empfindung auf Passivität?"; ftfindet sich doch, meines Wissens, überall keine Gefühls-kraft. Wer diesen Ausdruck versuchte, machte sicherlichkein Glück. Eben weil der Blick bep dem Worte Gefühlauf die Abhängigkeit deS Menschen von dem, waö überihm ist, hingerichtet wird, kann die menschliche Kraft als